Willkommen bei KPÖ Tirol Sonntag, 28. November 2021 @ 00:19

... dem Volk Brot und Spiele ...

  • Donnerstag, 12. Januar 2012 @ 15:36
Pressespiegel Stingl: „YOG, ein positives sportliches Jugend-Come-together, das politisch leider ans antike Rom erinnert.“
Morgen starten die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele - vergessen ist die Kritik, dass nicht Jugend und Sport, sondern Werbung und Geldscheffeln im Vordergrund stehen könnten. „Denken auch wir positiv und glauben an jene fünf Ringe, die sinnbildlich für die Völkerverbindung der fünf Kontinente stehen. Immerhin kommen über eintausend junge AthletInnen aus über 60 Nationen zu diesem sportlichen 'Come-together'“, erklärt heute der Innsbrucker KPÖ-Gemeinderatswahl-Spitzenkandidat Josef Stingl. Ebenfalls positiv findet er, dass das Eröffnungsprogramm nicht nur den zahlreichen „Ja-Sagern“ und „Händchenhebern“ vorbehalten ist, sondern im Sinne des Olympischen Kredos*), mit Toni Innauer auch ein Kritiker der ersten Stunden dabei sein darf.

Weniger dem Gründer der modernen Olympischen Spiele (Baron Pierre de Coubertin) zu geordneten Glaubensbekenntnis verpflichtet, fühlt sich allerdings die herrschende Politriege. „Für sie ist nicht das olympische Motto „Citius – Altius – Fortius**) wichtig, sondern sie wollen aus diesem Großevent kurz vor der Gemeinderatswahl möglichst viel politischen Nutzen ziehen. Reihenweise drängen sie um bei der Eröffnungsfeierlichkeit, den SiegerInnenehrungen und der Abschlussveranstaltung ihre Eigenbeweihräucherungen rausposaunen zu können“, meint Stingl.

Diese Eventpolitik, in Verbindung mit der schier unfinanzierbaren Wohnungsituation, und den pseudofuturistischen Prestigeprojekten (zB Hungerburgbahn), „Betonparks“ (zB Landhausplatz) und künstlichen Gastronomiemeilen (zB Maria Theresienstraße) erinnert stark ans antike Rom. „Auch dort entstand aus einer Stadt aus Ziegeln eine 'Weltstadt aus Marmor'. Und, für's einfache Volk blieben nur Mietshäuser auf engstem Raum und als 'Beruhigungspille ' noch 'Brot und Spiele'! Einziger Unterschied zu heute: Die 'Jetztzeit-Tribunen' vergessen sogar auf die Brotgabe und haben schon jetzt, für die Zeit nach der Wahl, saftige Tarifverteuerungen und schmerzhafte Einsparungen in den Schubladen liegen“, befürchtet der KPÖ-Spitzenkandidat abschließend.