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IMAD-Umfrage gibt KPÖ Wahlchance

  • Dienstag, 29. Januar 2008 @ 16:58
Wahlen Ein überraschendes Ergebnis liefert eine von der Tiroler Woche (Moser-Holding) in Auftrag gegebene IMAD-Studie. Trotz der ständig steigenden Zahl der NichtwählerInnen bekennt sich fast ein Fünftel der Wahlberechtigten dazu, vorstellen zu können eine parteipolitische Funktion aktiv auszuüben. Bereinigt heißt das, mehr als ein Drittel der tatsächlichen WählerInnen können sich vorstellen, aktiv - über das Wählen hinaus - ins politische Geschehen einzugreifen. Die oft zitierte Politikverdrossenheit ist so gesehen, nur ein Teil der Wahrheit.

Nun zum Ergebnis der KPÖ: Es zeigt, auch in Tirol ist Links der Grünen und der Sozialdemokratie noch viel Platz. Denn, wenn sich 3,3 Prozent der politisch aktiven Menschen vorstellen können, in einer (derzeitig) "Ein-Prozent-Partei" eine Parteifunktion übernehmen zu können, dann stellt sich die Frage, wie viele darüber hinaus können sich vorstellen in der KPÖ mitzuarbeiten und wie viele darüber hinaus vorstellen die KPÖ zu wählen. Hessen und Niedersachsen in Deutschland und die Steiermark in Österreich zeigen, ein steigender Teil der Bevölkerung verurteilt verhetzerische, menschenverachtende Politik und verlangt wieder mehr Gerechtigkeit und mehr soziales Denken und Handeln ein. Ein Blick in die Steiermark zeigt, auch in Österreich hat eine Kommunistische Partei Chancen mehr als ein Prozent zu bekommen und in Landtag und Gemeinderat gewählt zu werden.
Ihre Umfrage zeigt, dass auch in Tirol für die KPÖ das Überschreiten der Vier-Prozent-Hürde in den Bereich des Möglichen gerutscht ist. Wir freuen uns, über JedeN der uns auf diesen Weg begleitet und unterstützt.

Die herrschende Politik versucht dies auch im neuen Wahlrecht zu verhindern. Sie haben sich ihre Unterstützungsunterschriften beseitigt, und der Rest der Tiroler Welt muss weiterhin in jedem Bezirk zwischen 70 und 100 Menschen aufs Gemeindeamt "schleppen", um überhaupt kandidieren zu können.