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AsylantInnen in Lagern anhalten, oder gleich in „RAUCH“ aufgehen lassen?

  • Montag, 16. November 2009 @ 15:38
Antifa Von Josef Stingl
Innsbruck, wir schreiben das Jahr 1941:
Im Stadtteil Reichenau errichtet die Gestapo ein Anhaltelager zur „Disziplinierung“ ausländischer ZwangsarbeiterInnen, die dann im Reichsgau Tirol und Vorarlberg eingesetzt wurden. Auch andere Häftlingsgruppen, zumal politisch missliebige Personen, fanden „Heimat“ in diesem Straflager. 1948 verurteilte ein französisches Militärgericht die Innsbrucker Gestapo-Chefs und -handlanger zu langjährigen Haftstrafen.

Trotzdem, das Lager Reichenau ist im kollektiven Gedächtnis der Tiroler und Vorarlberger kaum noch präsent. Die wenigsten wissen, dass beim ehemaligen Standort ein Gedenkstein zu finden ist und ein Teil des Geländes zynischerweise als Müllsammelzentrum verwendet wird.

Innsbruck wir schreiben das Jahr 2009: Offensichtlich einer, der Rechtsaußen-Gemeinderat Rudolf Federspiel, erinnert sich an dieses Anhaltelager und dessen Aufgabenstellung. Ihm ist SPÖs- und ÖVPs-Fekter-Law-and-Order-Politik noch immer zu lasch. Daher fordert er (von) FÜR INNSBRUCK Patrouillen von Cobra-Beamten – am Besten mit voller Bewaffnung – und ein Anhaltelager für „kriminell gewordene“ AsylantInnen. Wobei man bei Federspiels Wortwahl den Eindruck bekommt, dass er schon die bloße Anwesenheit der AsylwerberInnen als Akt der Kriminalität ansieht.

„Sauerei“, meint dazu der landesschwarze Sicherheitssprecher Hannes Rauch und lehnt daher diese Vorschläge kategorisch ab. Dies aber weder aus antifaschistischen, antirassistischen oder nur aus humanen Gründen, sondern um Federspiels Forderung mit „Keine Anhaltelager, gleich abschieben!“ noch zu Toppen. Dafür sei auch Innenministerin Fekter unermüdlich im Einsatz, „rauchelte“ er dazu weiter.

DAS STINKT GEWALTIG und zwar nach BRAUNER SCHEISSE à la dazumal.