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„Jetzt kommt Bewegung rein“ – von der Schiene auf die Straße…

  • Dienstag, 4. Dezember 2012 @ 15:02
Verkehr u. Umwelt von Oliver Jonischkeit
Unter dem schönen Titel „Rail Cargo setzt weitere Optimierungsschritte“ macht das Unternehmen klar, wohin die Reise im Güterverkehr geht – nämlich weg von der Schiene, hin zum Güterverkehr auf der Straße. Eine weitere Anpassung unwirtschaftlicher Strukturen sei nötig. Auch Tirol ist betroffen – 4 Verladestellen werden geschlossen

Rail Cargo schließt die Verladestellen in Gießenbach, Scharnitz, Steinach i. Tirol und Matrei – insgesamt 41 werden in Österreich aufgelassen. „Dann müssen wir halt alles auf die Straße verlagern“, so der Geschäftsführer eines Furnierbetriebs in der online-Ausgabe der „Wiener Zeitung“. Zusätzlich wird auch bei der „Rollenden Landstraße“ gespart, die Verbindung von Regensburg nach Trento mit Fahrplanwechsel eingestellt. Insgesamt wird es bis Ende 2012 eine „Reduktion des Mitarbeiterstandes um rund 100 MitarbeiterInnen“ geben, wie das bei Rail Cargo so schön heißt.

Betriebswirtschaftlich mag das alles nachvollziehbar sein, volkswirtschaftlich jedoch ganz sicher nicht. Daher ist es höchst an der Zeit, die ÖBB wieder in einen einheitlichen Betrieb umzuwandeln und volkswirtschaftlichen Zielen unterzuordnen.

LKW-Transporte müssen teurer werden – vor allem auch im Transitverkehr

„Der LKW-Verkehr zahlt nicht die von ihm verursachten Kosten“, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Folglich muss endlich über eine Erhöhung der Maut verhandelt werden, auch der LKW-Verkehr abseits der Autobahnen könnte mautpflichtig werden, wie das in der Schweiz bereits der Fall ist. Die KPÖ Tirol schlägt vor, insbesondere den Transitverkehr auf der Straße durch eine Transitabgabe zu verteuern – die Einnahmen sollen für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zweckgebunden verwendet werden.