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Advent,Advent, die Erde brennt

  • Donnerstag, 18. November 2021 @ 14:59
Verkehr u. Umwelt Advent, Advent, die Erde brennt.
Erst Wald, dann Haus, dann Mensch und Tier.
Dann steht das Chaos vor der Tür.
So oder ähnliche Gedanken schießen durch den Kopf, wenn man die Ergebnisse der Klimaweltkonferenz in Glasgow und Gretas verzweifeltes "blablabla" darüber hört.
Andererseits liest man über Lieferkettenstau von Konsumgütern aus dem fernen Osten. Wenns nicht so dramatisch wäre, könnte man nur noch lachen über diese Absurditäten. Die Globalisierung ist aus dem Gleichgewicht geraten und Warenströme stocken. Alles nur wegen dieser kleinen bösen Viren, aber nicht aus Klima- Einsicht. Eigentlich könnte mensch die Hände reiben aufgrund einer Warenüberfluss- Ruhe für gewisse Zeit und Stillstand wie vor einem Jahr. Da konnte die Erde Luft holen. Leider ist ihr mittlerweile die gute Laune vergangen. Man düst wie eh und je mit dicken SUVs durch die Gegend. LKW´s flitzen hin und her. Kurzstrecken-/ Sport- und sonstige Kerosinbomber grüßen laut vom Himmel. Nun hats ausgerechnet vor Weihnachten die großen Containerschiffe aus China erwischt. Sie stauen sich und quellen über vor Waren und man wartet ungeduldig auf die (fünfte) Playstation, (giftigem) Plastikspielzeug und sonstigen unnützen Wohlstandsmüll. Vor lauter Angst, dass nicht mehr rechtzeitig zig Geschenke zu ergattern sind, werden jetzt schon Geschäfte gestürmt. Sicher ist sicher. Das "kommunistische" China produziert ohne Ende monströses Zeug und sieht sein Heil, den Westen damit zu überziehen, ders auch dankend annimmt. Und wie überall streichen nur Wenige die dicke Kohle ein. Auch die wahnwitzige Kleidungsindustrie ist aus Europa schon längst ausgelagert, da die Lohnkosten hierzulande viel zu hoch sind (??) für die Kapitalisten (!!). Thats it. Der Profit der Hersteller soll darunter nicht leiden dürfen. Klar.
Wie kann man an Weihnachten trotz zu erwartender Engpässe die Kinderaugen zum glänzen bringen? Vielleicht diesem Konsum- Scheinleben eine Nase drehen und einfach mal schenken, was man nicht kaufen kann, nämlich Zeit, Aufmerksamkeit und Naturerlebnisse ohne großes Trara. Vielleicht auch mal dem 20er-Verkäufer nicht nur zwei Euro in die Hand drücken, sondern diese nehmen (die Hand) und ihn zur Weihnachtsgans einladen.....

Sylvia Dürr