Willkommen bei KPÖ Tirol Samstag, 28. Mai 2022 @ 16:02

Kuriositätenkabinett

  • Samstag, 19. Februar 2022 @ 17:04
Standpunkte Am 27. Februar wird in den Tiroler Gemeinden gewählt. Ortschaften werden von Wahlplakaten verziert, die mehr oder eher weniger schlau daher kommen. Das ist scheinbar unverrückbar im Denken der wahlwerbenden Gruppen und Parteien einzementiert, und Geld wird für diesen Unsinn nach wie vor locker gemacht.
Was alles so läuft vor den Wahlen ist teilweise kurios, wie zB Kandidaturen in Gemeinden ohne Frauen. Wahlplakate mit ausgekratzten Augen. Ausbau von Ferienparks und Skigebietserweiterungen mithilfe der Gemeinderäte. Welche pekuniären Interessen wohl dahinterstecken, ist wohl klar. Auch werden Wahldiskussionen abgelehnt. Wozu solle sich das Wahlvolk auch ein Bild machen? Hauptsache, Stimmabgabe. FPÖ schießt mal wieder den Vogel ab, indem sie leistbares Wohnen nur für Deutschsprachige fordert. Man sollte sich sehr wohl überlegen, ob man solche Vertreter der Kommunalpolitik, die das fordern und augenzwinkernd auf Frauen verzichten, wählen kann. Es kandidieren 498 Männer und 63 Frauen. Ganze 11, 2 %. Das ist einfach lächerlich wenig.
Fridays for future weist dringlich darauf hin, Gemeinden klimafit zu machen. Mal schauen, wie dies von den zukünftigen BürgermeisterInnen umgesetzt wird.
Leider wird immer noch viel zu wenig auf Bürgerbeteiligung gesetzt. Man stelle sich vor, dumme Wahlwerbung und ebensolche Parteilisten wären überflüssig und das Volk nähme seine Geschicke selbst in die Hand. Wundersame direkte Demokratie, die man auch Demarchie nennt. Bisher noch Utopie, aber lieber selbstbestimmt als fremdbestimmt!
Sylvia Dürr