Willkommen bei KPÖ Tirol Mittwoch, 1. Dezember 2021 @ 14:36

Gedanken zum Weltgesundheitstag

  • Donnerstag, 8. April 2021 @ 01:53
Standpunkte Der 7. April 2021 ist sowohl Weltgesundheitstag unter Motto "Gesundheitliche Chancengleichheit" (Health Equity) als auch der österreichische Erschöpfungstag, d.h. der Tag im Jahr, an dem sämtliche Ressourcen aufgebraucht sind, die in Österreich einem Jahr generiert werden können.

Direkte Demokratie

  • Montag, 15. Mrz 2021 @ 15:31
Standpunkte Da der Weg zum Kommunismus noch ein langer über Institutionen, Stock und Stein sein wird, zur Überbrückung folgende Idee:
Angesichts der Diffikultäten des Innsbrucker Gemeinderats liegt es nahe, sich Gedanken über Alternativen zu machen. Es ist offensichtlich, dass Parteienzugehörigkeiten im konservativen Spektrum nicht gerade von Vorteil sind, wenn es darum geht,konträre Meinungen vernünftig unter einen Hut zu bringen, beziehungsweise den besten Kompromiss zu finden.  Zum Wohle der Bevölkerung, versteht sich, die diese PolitikerInnen gewählt haben und seit geraumer Zeit diesem zerstörerischen Wirrwarr ratlos zusehen müssen. So ist das nunmal, wenn man alle paar Jahre nur seine Stimme abgeben kann. Und sonst nix. Keine direkte Mitgestaltung möglich. Wie ätzend!
In Ostbelgien gibt es seit Feber 2019 einen Bürgerdialog in Form eines Losverfahrens. 50 Menschen wurden aus allen Schichten per Los ausgewählt, nicht nur mitzubestimmen,sondern auch mitzuregieren. Das deutschsprachige Ostbelgien umfasst 76 000 Einwohner. Ein einmaliges Experiment, das  hervorragend funktioniert. Auch gab es bisher ähnliches in Kanada (2004: Reform des Wahlsystems), Island (2012:Beratung einer neuen Verfassung)und Irland (2014: Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe).   Die Ostbelgier gehen einen Schritt weiter. Sie können eine Versammlung jederzeit einberufen zu einem Thema ihrer Wahl. Ist das überhaupt ein gangbarer Weg,Laien, aber auch Experten aus allen Bevölkerungsschichten zu rekrutieren und darauf vertrauen, dass sich diese mit einem bestimmten Thema befassen und sich diskutierend konstruktiv auseinandersetzen? Warum nicht?  Man wächst bekanntlich an seinen Aufgaben und darf die Kompetenz jedes Einzelnen nicht unterschätzen, wenn es darauf ankommt, politisch zu denken.  Korrupte Mauscheleien, Vorteilsnahmen und Lobbyismus der Politikerkaste wären weitgehend ausradiert. Denn eines stünde im Vordergrund: nicht das persönliche, sondern im Interesse der Allgemeinheit würde gehandelt werden. Diese Form der direkten Demokratie findet man schon in der Antike und fußt auf Aristoteles Gedanken der Demarchie, dem Losverfahren. Bürgerbeteiligungen namens Bürgerräte  sind eine Form dieser Idee. Auch wird das Drüberfahren wie die Nichteinbeziehung der BürgerInnen dadurch verhindert. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Nicht nur Mitspracherecht, sondern Entscheidungsrecht. Interessant zu erfahren, wie ein Bürgerrat agieren würde in Innsbruck bei Fragen wie Auflösung des teuren Flughafens mitsamt seinen lauten, umweltschädlichen Fliegern. Wie Gratis Öffis für alle. Fragen wie Neugestaltung des zubetonierten Marktplatzes, Landhausplatzes und aktuell der fragwürdigen Umgestaltung des Bozner Platzes wären neu zu verhandeln. Neue Grünflächen statt unansehnlicher Parkings. Auch das Beispiel Wave in Schwaz: warum BürgerInnen abstimmen und nicht mitbestimmen lassen? Beispiel Enteignung durch die Asfinag: Warum nicht umgekehrt: Asfinag enteignen?
Was im Kleinen funktioniert, ist auch im Großen denkbar:  Bürgerräte in den Bundesländern und im Nationalrat. Hickhack, Lobbytum, Einflussnahmen und Privilegien könnte man durch die Kontrollinstanz der Bürgerräte eindämmen und radikal mindern. Auch sinnlose Wahlwerbungsgelder könnte man einsparen. Menschlichkeit statt Härte, was Abschiebungen anbetrifft. Monetäre Hemmungen seitens der Politikertypen weichen der Vernunft, wenn es darum geht, das eine Prozent der Reichsten im Land zur Kasse zu bitten mit Blick auf die Unsummen, die auf das steuerzahlende Volk nach der Pandemie zurollen. Das wäre erst der Anfang auf dem Weg zur direkten Demokratie. Fazit, nur Vorteile wären zu erwarten.  Auch Frauen würden profitieren. Die Gehaltsschere von ungerechten 20% im Besonderen, und im Allgemeinen zwischen Arm und Reich sind zu mindern, bzw abzuschaffen. Gemeinwohl vor Profitinteressen. Eigentum wäre plötzlich nicht mehr unantastbar.  Laien und Experten unter einen Hut des Bürgerrats mit Vernunft, Weitblick und Altruismus. Im Weiterdenken öffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. 
1. Schritt: Politiker entmachten: Sämtliche Kurzes, Blümels, Angstschobers,  Nehmhammers, Hörls mitsamt ihren Adlaten und Wirtschaftsspezln wären in die Häfen zu verfrachten, um weiteren Unfug zu vermeiden.
2. Schritt: Kapitalisten lahmlegen und System umstrukturieren.
 3. Schritt: umfassende Bildung ermöglichen.
4. Schritt: Visionen nicht nur träumen, sondern umsetzen....

Sylvia Dürr,Innsbruck
 

Zivildienst für Frauen?

  • Mittwoch, 17. Februar 2021 @ 15:53
Feminismus Zivildienst für Frauen?
Aber ja. Zuerst jedoch: Halbe - Halbe in der Familie: d.h. Männer putzen, kochen, versorgen Säuglinge, auch in der Nacht. Lernen mit den Schulkindern, besorgen das tägliche Einkaufen, lehren den Kindern, wie sie sich benehmen sollen, wie Konflikte ohne Gewaltanwendung gelöst werden können, begleiten sie zum Zahnarzt, trocknen ihnen die Tränen, leben ihnen Altruismus vor, kämpfen wie die Löwen um die uralte Forderung "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" setzen sich mannhaft für Ambulatorien ein, in denen Frauen, psychisch und physisch gut betreut Kinder zur Welt bringen oder einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen können, und zwar auf Krankenschein. Und wenn wir dann Geschlechtergleichheit erreicht haben, dann können wir gerne über Zivildienst auch für Frauen diskutieren. Was man so hört, kann das Leben beim Bundesheer auch so seine Reize haben.

Rosmarie Thüminger

Mutantenstadel

  • Mittwoch, 10. Februar 2021 @ 02:59
Standpunkte Wer den Wortspenden des Präsidenten der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser zuhörte, wähnte sich im falschen Film. Drohgebärden auf den Bund, Schimpftiraden gegen das Gesundheitsministerium. In dasselbe Horn blies in sozialpartnerschaftlicher Manier auch der AK-Präsident Erwin Zangerl, der im Falle einer Abriegelung den ganzen Impfstoff für Tirol. Wohlgemerkt dann auch den Astrazeneca-Impfstoff, der gegen die Südafrika-Mutante, die sich in Tirol gerade breit macht, nicht ausreichend wirkt. Gerade wurde das Impfprogramm mit diesem Impfstoff in Südafrika soeben eingestellt. Auch der Landeshauptmann glänzt mit markigen Worten. Offenkundig haben einige die Tragweite der aktuellen Lage nicht einmal im Ansatz begriffen.

Das Impfchaos

  • Mittwoch, 10. Februar 2021 @ 01:45
Standpunkte Das Impfchaos ist ein Beleg dafür, dass Privatwirtschaft und Versorgung der Bevölkerung zwei völlig verschiedene Ziele sind: Klar ist mittlerweile, dass der vordem angepeilte Impfplan, der dafür sorgen sollte, dass die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie die Risikogruppen zuerst Ende Jänner und dann immer später geimpft werden sollten, nicht in Erfüllung gegangen ist

Gleich und gleicher

  • Donnerstag, 21. Januar 2021 @ 16:04
Sozial Während in Flüchtlingscamps Menschen seit x Monaten wie Vieh behandelt werden, sie unter Erfrierungen und sonstigem Desaster leiden.
Während deshalb Einige (besonders vor Weihnachten, Halleluja!) dies zum Anlass nehmen, sich ein Moralmäntelchen umzuhängen, indem sie ein paar (!) Frauen und Kinder aufnehmen wollen, anstatt diese ganzen Mist KZs in die Luft zu sprengen und die Arroganz der reichen Staaten aufzuzeigen.
Während es unserm Babykanzler wurscht ist, was den Menschen außerhalb seiner Landesgrenzen passiert (und innerhalb auch), er sich aufplustert als der Corona Guru und seine Mannschaft das Land mit Verordnungen und Verboten überzieht.
Während Mister President aus dem Wachsfigurenkabinett schon fast erstickt an Vorschusslorbeeren, man aber seine zweifelhafte Rolle als General im Jugoslawienkrieg schon (fast) vergessen hat.
Während nach wie vor das Klima den Bach runtergeht.
Während dem allen, ist in Europa nur ein Thema vorherrschend: CORONA und IMPFUNG.
Auch in Österreich:
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, nur einige sind gleicher. Sie schlucken Vitamin B und erfreuen sich deshalb an Vergünstigungen. Was damals zuerst dem Adel und Klerus zugute kam, und erst dann dem gemeinen Volk, genießen heute einige Meister der Bürger mitsamt ihren Gattinnen, Lokalpolitgrößen, systemrelevante Ehrenamtliche und Bauhofmitarbeiter, die für den übriggebliebenem Rest des kostbaren edlen Stoffs ausgesucht wurden, den es noch zu verimpfen galt. Wetten, dass auch Gutbetuchte darunter waren, sind und sein werden? Auch Tiroler Privatkliniken ohne Covid Stationen kommen in den Genuss der Vorzugsbehandlung, während Spitäler für Normalsterbliche noch warten müssen. Was noch vor Monaten am Lebenswichtigsten zu ergattern schien, nämlich Clopapier, ist heute mutiert in Form kleiner Impfstofffläschchen. Wie so oft in der Geschichte der Menschheit wollen nun viele die Ersten sein, die sogenannten Drängler, die es nicht erwarten können. Sinnvolle und menschliche Reihung ist etwas anderes, und Solidarität ein Fremdwort. Abwarten, ob es deshalb noch zu einem größeren Hauen und Stechen kommt in den sogenannten zivilisierten Ländern.

Sylvia Dürr

Zero Covid statt Dauerlockdown!

  • Donnerstag, 21. Januar 2021 @ 05:25
Standpunkte Vor wenigen Tagen wurde ein Aufruf gestartet, der binnen kurzer Zeit eine Anzahl von über 70 000 Unterstützer*innen um sich geschart hat. Bemerkenswert ist hierbei die Forderung und die Perspektive, die die Umsetzung dieser Forderung bietet: Die Ermöglichung von Freiheiten, auf die wir seit Monaten verzichten mussten, und ein Ende der Kontaktbeschränkungen. In Neuseeland etwa können wieder Konzerte stattfinden, obwohl Sucharit Bhakdi dort nicht das Gesundheitsministerium übernommen hat. Oder vielleicht gerade deswegen?

Corona zum Dritten

  • Dienstag, 5. Januar 2021 @ 16:53
Standpunkte Ein erneuter Lockdown ist über uns hereingebrochen trotz gleichbleibender, leicht schwankender Infektionszahlen, Massentests und baldiger Impfmöglichkeiten für alle. Der Profisport darf weiter laufen. Auch wurden die Skigebiete geöffnet. Wir sind ja eine Skination! Aber die kleinen Sportanlagen bleiben zu. Weiterhin kein Kaffee- und Kulturgenuss. Kinos sind seit Monaten geschlossen. Nun die neueste Idee nach Freitesten-Debakel. Das Simsalabim Zauberwort nennt sich Zugangstesten. "Coming in" nach "Coming out". Nur Menschen mit Test sollen in Gastros und Theater Zutritt haben. Wer übt hierfür die Kontrolle aus? Selbsternannte Sheriffs, die endlich ihre Mitbürger schurigeln und ihnen einen gelben Stern verpassen können? Das ist starker Tobak und soll verstehen, wer will. Leider ist der Mensch mit einem Großhirn gesegnet. Auch Corona Nichtleugner und Nichtverschwörungstheoretiker tun sich schwer mit Unlogik und Sinnlosigkeit. Man hat das Gefühl, dass die PolitikerInnen sehen wollen, wie weit sie gehen können, nicht nur in Österreich. Ob sie den von ihnen erlassenen, unzähligen Anordnungen noch folgen können, ist zu bezweifeln. Der Innsbrucker Uniklinik Direktor sieht eine gewisse Verzweiflung der Politik in der diffusen, "quer durch den Gemüsegarten"- Testerei. Aber dann ist man "frei". Leider für nur extrem kurze Zeit. Man weiß ja nie, wann und wo Corona zuschlägt...
Man kann sichs ja denken, aber trotzdem wäre es auch interessant zu erfahren,  nach welchem Prinzip die staatlichen Unterstützungen gehandhabt werden, wer was wieviel bekommt. Wo sind da die Leaks? Wer deckt auf, wohin die Kohle fließt? Wenn soviel locker gemacht wird, warum dann nicht auch gleich für ein bedingungsloses Grundeinkommen für Menschen in prekären Situationen?  Leider wird eingespart werden, zB an den Kliniken, an der Uni und anderen sinnvollen Einrichtungen. Sowas kann man sich nur fröhlich aufm Clo ausdenken. Jetzt der Hammer aus England: Nach Brexit nun Covid neu Exit. Das ganze Land befindet sich in Quarantäne wegen einer Covid Mutation. Trotzdem sind  vor Kurzem neun Flüge aus England in Innsbruck gelandet.  Im Corona- Zickzackkurs Ischgl-England und umgekehrt?  Auch das noch! Man ist die ständige Corona- Nachrichten- Berieselung leid und  kommt sich vor wie im Virus-Irrenhaus,  und sie wirkt zudem wie ein Sedativum, sprich ein Alptraumschlafmittel. Da kann man neidvoll auf Bären und Igel blicken, die dem Winterschlaf frönen und unbekümmert im Frühling mit neuem Elan ihre Lebensgeister aktivieren.  Zu erhoffen wäre dies auch für die Gattung Mensch.

Sylvia Dürr

Corona, zum Zweiten..

  • Montag, 16. November 2020 @ 17:48
Sozial Die zweite Corona- Welle ist über uns hereingebrochen, weniger plötzlich und heftig wie ein Tsunami, sondern eher gemächlich wie Ebbe und Flut. Die Ebbe hatten wir sozusagen im Sommer und alle Menschen freuten sich und benutzten hiesige Campingplätze und Ferienwohnungen. Die meisten EuropäerInnen blieben in ihren Ländern. Die Meere erholten sich aufgrund mangelnder Kreuzfahrt-und sonstiger Schiffe. Das Wasser war klar und rein und ist es noch. Am Himmel dieselbe Ruhe und Sauberkeit. Welch eine Erholung, auch im Inntal am ruhigen Innsbrucker Flughafen kein unerträgliches Gedröhne! Leider ist dieses Natur- Aufatmen dem Virus  geschuldet, der alles bisher Erlebte auf den Kopf gestellt hat und immer noch wütet. Wer trägt die Verantwortung? Sind es die Uneinsichtigen, denen die AHA-Regeln fremd oder egal sind? Oder liegt es an der Atemluft in vollgestopften Öffis? Oder an fragwürdigen Testergebnissen, die positiv und negativ sein können bei der gleichen Person? Sind es die weitsichtigen (!) PolitikerInnen, die ihren Winterschlaf im Sommer hielten und sich nicht schon an den kommenden Herbst und Winter orientierten, bezüglich einer eventuellen zweiten Welle? Österreich mit Deutschland soll über eines der besten Gesundheitssysteme weltweit verfügen. Das ist sehr beruhigend, nur leider erfahren wir, dass  die Kapazität an Intensivpflegerinnen und- Betten langsam an ihre Grenzen stoßen. Wen wunderts. Und das nicht nur an Kliniken, sondern auch in Pflegeheimen, was ja schon seit Jahren hinlänglich bekannt ist. Der sogenannte Pflegenotstand hat sich mitnichten verbessert, sondern im Gegenteil, durch den häufigen  Wegfall polnischer und rumänischer Kräfte, schauts in manchen Heimen, aber auch in der häuslichen Pflege düster aus. Die Politik spart seit eh und je an  dringend benötigten und wertvollen Arbeitskräften. Diese werden weder adäquat entlohnt, noch finden sie bezahlbare Wohnungen in Städten wie zum Beispiel Innsbruck, einem megateuren Pflaster. Sie haben 12-Stunden- und Nachtschichten und sind meist im Zeitdruck, was sehr bedauernswert ist, da sie natürlich gerne mehr Zeit hätten für ihre PatientInnen. In diesen Zeiten erkennt man zumindest klar, welche Berufe unnötig, parasitär und welche gesellschaftsrelevant, sinnvoll und nützlich sind. Diese sind aber leider  unterbezahlt. Welch ein Hohn! Wo bleibt die Aufwertung? Da käme ein bedungungsloses Grundeinkommen von mindestens 1700¤ gerade zum richtigen Zeitpunkt. Besonders auch für die vielen guten weiblichen Geister, die  Doppel-und Dreifachbelastungen schultern ohne Ende. Das Geld verführt mitnichten zum Hängemattendasein, wie manche gstopften Arbeitgeber meinen, sondern ist angemessen und gerechtfertigt. Zu allem Überdruss erfährt man, dass es im Gesundheitsbudget betr. Kliniken ab 2021 Einsparungen geben soll. Blöder gehts wohl nimmer? Und nun der Lockdown oder Shotdown PENG! mit kulturellem und psychischem Knockout für ALLE! Die Menschen in Alten- und Pflegeheimen und SchülerInnen haben keine Wahl. Sie sind den Verordnungen quasi hilflos ausgeliefert. Die Einen kriegen seltenst Besuch und verstehen  womöglich die Welt nicht mehr, die Andren sollen school home office mit Mutti und Vati spielen. Und das schon  mit 7Jahren? Adieu Chancengleichheit. Die gabs eh nie. Einige Verbote sind schwer nachvollziehbar. Das ist die Crux: je unlogischer Verordnungen sind, desto schwerer ist es, die Sinnhaftigkeit derer zu erkennen, um sich nicht wie ein Trottel zu fühlen. "Treffen Sie niemanden!" lautet der Slogan unseres  kurzen Kaisers. (Fehlt nur noch die Krone, das Zepter und das Hermelinmäntelchen).  Immerhin darf man noch einsam sporteln im Freien.  Outdoor Einrichtungen sind aber dermaßen spärlich gesät, dass dort schon frühmorgens ein Massenandrang herrscht. Aber diese werden nun auch geschlossen. Früher gabs sogenannte Trimm Dich Pfade und Parcours, die mittlerweile entweder vor sich hingammeln oder ganz verschwunden sind. Körperliche Ertüchtigung an frischer Luft ist eh die beste Medizin, steigert das Wohlbefinden und ist gut fürs Immunsystem. Das bestreitet nicht mal mehr unsere Politikerhoheit und weiß mittlerweile jeder Depp. Außerdem basteln die Labore in aller Welt an wirksamen und ungefährlichen Impfstoffen. Die Börse freut sich und das Rennen macht bisher das Unternehmen BioNTech. Dass aber von diesem Unternehmen der 6x teurere Impfstoff bestellt wurde und nicht von der Konkurrenzfirma AstraZeneca, versteht kein normaler Mensch. Wer begleicht zum Schluss die Corona Rechnung? Dreimal darf man raten! Sind es die SteuerzahlerInnen, die PensionistInnen oder etwa das eine Prozent der Reichsten im Lande, als Solidarbeitrag sozusagen?  Erzwungen vom gebeutelten Volk? Da geht wohl eher ein Babyelefant durchs Nadelöhr. Man schüttelt sein greises Haupt. Der Letzte macht das Licht aus.

 Sylvia Dürr

Religiöser Terror- damals und heute

  • Mittwoch, 4. November 2020 @ 17:47
Standpunkte Jede Tötung eines Menschen ist zu verachten, sei es durch einen Terroranschlag, sei es aber auch durch legitimierte Aktionen wie  in Kriegen. In Ländern wie Afghanistan, Syrien, Irak, Mali etc herrschen seit Jahren kriegsähnliche Zustände,  mit Zutun und Einmischung  imperialistischer Länder. Das prägt und radikalisiert. Der kapitalistische Westen ist in den Augen vieler Islamisten dekadent, oberflächlich und hegemonistisch (was nicht von der Hand zu weisen ist). Weiters kommt hinzu, dass die Einstellung des IS einige Jahrhunderte hinterher hinkt. Eine fatale Zeitverschiebung. Heutzutage islamistischer Terror im Namen Allahs, damals im Namen Gottes Hexenverbrennungen und Kreuzzüge. Wie sich der Fanatismus ähnelt. Der Hass auf Andersgläubige und Andersdenkende bleibt derselbe. Der Schuss des jungen Wiener Angreifers ging nicht nur nach vorne, sondern auch nach hinten los. Schon rührt sich rechtes Gedankengut und sinnt auf Vergeltung. Xenophobie feiert wohl auch hierzulande fröhliche Urständ.  Das kommt auch der Regierung gerade recht. Sie kann weiterhin vehement und strikt gegen die Aufnahme von Menschen aus Flüchtlingszentren sein. Aber Mensch bleibt Mensch, egal wo. Und Menschlichkeit bleibt auf der Strecke... 
Sylvia Dürr

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