Willkommen bei KPÖ Tirol Samstag, 28. Mai 2022 @ 14:46

Frieden

Oxfam etc

  • Samstag, 28. Mai 2022 @ 09:34
Frieden Alle Jahre wieder veröffentlicht Oxfam einen Bericht, der zum Schaudern, eher zum Speiben ist. Man weiß es ja und ist trotzdem betroffen. So explodierte das Vermögen der Superreichen in der Pandemie, wobei 260 Millionen Menschen extreme Armut droht. Wieviel Prozent die Steigerung der Kapitaleigner nun real beträgt, ist ziemlich unerheblich. Fakt ist, dass diese immer noch mit Samthandschuhen angefasst werden seitens der Regierungen. Bemerkenswert auch die Pharmaindustrie, die ihren großen Reibach nach wie vor macht. Der konnte ja nichts Besseres passieren als diese kleinen bösen Viren. Schnell den Impfstoff hergestellt und einen Gewinn über 1000 Dollar in der Sekunde erzielt. Und die Regierungen kaufen diese bis zum 24fachen des Herstellungspreises. Die Rufe nach Vergesellschaftung und Aussetzung der absurden Patente sind irgendwo im Geldnirwana verhallt. Politik und Wirtschaft gehen Hand an Hand weiter über Leichen, brutal ausgedrückt. Die Forderung nach einer Erhöhung der Vermögenssteuer für Superreiche kommen von einigen Superreichen. Einfach nur lachhaft, dass ausgerechnet diese Bonzen die Absurdität der Regierungspolitik erkennen, nämlich kein Antasten von Privatvermögen. Das ist immer noch Todsünde und zählt mehr als jegliche Vernunft. Aber die spielt eh keine Rolle in diesem maroden kapitalistischen System.

Vom fragwürdigen Geldmanagement ins nächste Verpulvern, Menschenleben mit eingeschlossen, kommt nun das europaweite Aufrüsten hinzu. Alle westlichen Staaten sind sich darin einig. Egal, wie hoch ein jeweiliges Land sich durch die Pandemie verschuldet hat. Hauptsache Kanonen etc. Die Rüstungsindustrie ist die nächste Gewinnerin. Das ist systemimmanent: wenige auf der Schokoladenseite, die sich auf Kosten anderer bereichern. Dagegen die große Masse, die schauen muss, dass sie nicht völlig in die Misere abrutscht.

Und das lassen wir uns alles gefallen. (Das Einseifen gelingt scheinbar.) Grüne sind zu oliven Kampfstrategen mutiert. Medien sind deren Unterstützer. Staaten wollen ihre Neutralität aufgeben. Es ist wirklich eine verrückte Zeit. Zeitenwende, wie manche Politiker unken? Ja, solange menschenfressende Kriege und menschenverachtende Systeme noch geduldet werden.

Sylvia Dürr

SAG NEIN!

  • Freitag, 1. April 2022 @ 16:53
Frieden Wolfgang Borchert
Dann gibt es nur eins!

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre. dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN! Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du
sollst die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keinen Weizen mehr fahren - sondern Kanonen und Panzer, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen,
du sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Truppentransport, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo - Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!
Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
dann:
In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben -
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen -
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam - der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken -
in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -
in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen - das Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelaufene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln — zerbröckeln — zerbröckeln —
dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend - und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch – all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.

zitiert aus: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk, Rowohlt 1986, Seite 318 ff

Deeskalation ist das Gebot der Stunde

  • Samstag, 19. Mrz 2022 @ 21:42
Frieden Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen verschärft sich. Die aktuellen Ereignisse sind besorgniserregend. Die Gefahr einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und den NATO-Staaten ist eine weltweite Bedrohung. Denn niemand weiß, ob am Ende ein Friedensschluss zwischen Ukraine und Russland steht oder ein Atomkrieg, der die ganze Welt in Schutt und Asche legt. Es bleibt nur zu hoffen, dass auf allen Seiten die Vernunft siegt. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.

Die Waffen nieder!

  • Samstag, 26. Februar 2022 @ 16:35
Frieden Die Kritik des Westens am Vorgehen Putins in der Ukraine ist gerechtfertigt. Diese Militärintervention ist ein imperialistischer Krieg. Daran gibt es nichts zu beschönigen. Dafür gibt es keine Rechtfertigung.

Zivildienst für Frauen?

  • Mittwoch, 17. Februar 2021 @ 15:53
Frieden Zivildienst für Frauen?
Aber ja. Zuerst jedoch: Halbe - Halbe in der Familie: d.h. Männer putzen, kochen, versorgen Säuglinge, auch in der Nacht. Lernen mit den Schulkindern, besorgen das tägliche Einkaufen, lehren den Kindern, wie sie sich benehmen sollen, wie Konflikte ohne Gewaltanwendung gelöst werden können, begleiten sie zum Zahnarzt, trocknen ihnen die Tränen, leben ihnen Altruismus vor, kämpfen wie die Löwen um die uralte Forderung "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" setzen sich mannhaft für Ambulatorien ein, in denen Frauen, psychisch und physisch gut betreut Kinder zur Welt bringen oder einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen können, und zwar auf Krankenschein. Und wenn wir dann Geschlechtergleichheit erreicht haben, dann können wir gerne über Zivildienst auch für Frauen diskutieren. Was man so hört, kann das Leben beim Bundesheer auch so seine Reize haben.

Rosmarie Thüminger

Österreich von der Besatzungsmacht befreien: Heer abschaffen!

  • Freitag, 26. Oktober 2018 @ 04:27
Frieden Schon im alten Rom war bekannt, dass dem Volk neben Brot auch Spiele gegeben werden müssen, wenn es bei Laune gehalten werden soll. Auch heuer lasst es sich der Staat Österreich nicht nehmen, das Volk mit den Kunststücken der hauseigenen Gladiatoren zu unterhalten.

Friedenspolitik statt Aufrüstung

  • Freitag, 26. April 2013 @ 10:40
Frieden von: Roland Steixner
Nach der Bundesheer-Volksbefragung geht das Aufrüsten munter weiter. Wie in der Zeitung "Heute" angekündigt, sollen heuer 18 neue Drohnen angeschafft werden. Die Kosten dafür betragen (inklusive Ausbildung des Personals) rund 3,9 Millionen Euro. Zwischen 2016 und 2018 soll der Beschaffungsvorgang auf 16 Millionen Euro ausgedehnt werden. Diese unbemannten Flugzeuge sollen unter anderem auch zur Luftüberwachung bei Auslandseinsätzen verwendet werden.

Bundesheer abschaffen bleibt weiterhin Thema!

  • Samstag, 16. Februar 2013 @ 22:34
Frieden von Roland Steixner
Die KPÖ-Tirol unterstützt die Initiative von Gregor Sanders zur Anfechtung der Bundesheervolksbefragung. Wir teilen die Ansicht, dass die Fragestellung in unzulässiger Weise in einer Doppelfrage verknüpft wurde, bei der es außerdem nicht möglich war, jede einzelne Frage mit ja oder nein zu beantworten. Zudem setzt die Befragung - wie die Initiative richtig anmerkt - die grundsätzliche Zustimmung zum Bundesheer voraus.

KPÖ-Reutte: Die Frage für die Aufhebung des Heeres ist nicht gestellt, daher am 20. Jänner für Wehrpflicht stimmen

  • Dienstag, 15. Januar 2013 @ 15:15
Frieden Die KPÖ- Reutte empfiehlt bei der Volksbefragung am 20.01.2013 für die Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst und GEGEN die Einführung einer Berufsarmee zu stimmen!
Eine Entscheidung für die Einführung einer Berufsarmee kann für Österreich nur fatale Folgen haben. Mit der Einführung einer Profiarmee würde Österreich die noch gebliebene Neutralität verlieren und somit den Weg zur NATO und damit zu Kriegseinsätzen einen Schritt näher bringen. Mit der Beibehaltung der Wehrpflicht halten wir uns den Weg offen weiter für ein neutrales und friedliches Österreich zu stimmen.

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