Willkommen bei KPÖ Tirol Sonntag, 26. September 2021 @ 21:58

Verkehr u. Umwelt

Tanz auf dem Vulkan

  • Donnerstag, 19. August 2021 @ 11:02
Verkehr u. Umwelt Treffen sich zwei Planeten im Weltall...

Angesichts der Tatsache, dass sich der Fokus vom Virusdrama auf das Klimadrama gelegt hat, sollte man sich Gedanken machen, wie man in diesem Schlamassel nicht völlig untergeht. Die Wucht der Klimakatastrophen lässt auch den entschiedensten Klimawandelleugner blass erscheinen. CO2 Reduktion als Mittel der Wahl, meinen mittlerweile PolitikerInnen aller Couleur. Irgendwann in Zukunft?! Mit angezogener Handbremse weiter wurschteln wie bisher ist wohl kaum mehr möglich. Waren herstellen in fernen Ländern, hin und her karren bis zur Sinnlosigkeit, anschließend damit auf den Müll und ab damit in arme Länder, ist heute immer noch Usus. Das Argument gewisser Konzernchefs und anderer Kapitalistinnen, dass die KonsumentInnen dies alles wollen, wird immer fadenscheiniger. Braucht man wirklich x verschiedene Kosmetika, Joghurts, verpackt in Plastik, Esswaren aus Übersee, mit Palmöl versetzt? Hat jemand schon die Zahnpastasorten gezählt, die Dusch- und Haarwaschmittelchen etc.? Welch eine Unmenge an Warensorten sich in den Supermarkt- und Drogerieregalen tummeln, ist schlichtweg verrückt. Ganz zu schweigen von milliardenteurer, sinnentleerter Werbung, die wie Gehirnwäsche funktioniert, um dies uns alles schmackhaft machen zu wollen. Nun wird auf E-Autos gesetzt. Sind E-Autos mit Riesenakkus eine supertolle Alternative zu den SUVs, die immer noch herumkreuchen dürfen mit Dieselprivileg? Zukünftig alles auf immensen Stromverbrauch setzen? Oder doch zurück in die Steinzeit, wie es Kanzler Kurz kürzlich kolportiert hat?
Der Bevölkerung Furcht einjagen funktioniert nicht erst seit der Pandemie. Nun schürt man die Angst um den Verlust des angenehm hohen Lebensstandards. Frage: Warum kann der Mensch nicht umdenken, oder besser: anders leben? Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Überfluss auf Kosten andrer Menschen und des Klimas geht. Leider sind viele von uns mit der Vorstellung groß geworden, dass es außerhalb der Konsumkomfortzone wenig gibt. Das ist uns eingebläut worden, unser Geld hierfür- sauer- zu verdienen, um als Belohnung den neuesten Scheiß kaufen zu können. Dieses kapitalistische Räderwerk bringt uns uns so langsam aber sicher alle unter seine Räder. Da können Bezos und Konsorten schnell ins All düsen, aber dem Klimawandel entkommen auch diese Größenwahnsinnigen nicht. Absurd und monströs, dass sich Unmengen Geld auf nur Wenige konzentrieren. Das sollte man vernünftigerweise ENDLICH! für alternative Ideen und Energien verwenden. Und für Menschen.
Als BeobachterIn gewinnt man schnell den Eindruck, dass der Wohlstand, wohl gemerkt der materielle Wohlstand, der Bevölkerung in den reichen globalen Ländern immer noch wesentlich wichtiger ist als die Sorge um das Klima. Wie sonst wäre es zu erklären, dass nach der Zwangspause, die sehr wohl möglich war durch die Corona Pandemie, alle Zivilisationsübel wieder hochgefahren wurden, als sei nichts geschehen. Die jetzigen und zukünftigen hauptsächlichen Opfer des Klimawandels finden sich sowieso in den armen Ländern des globalen Südens, und außer ein paar Lippenbekenntnissen zum Umsteuern ist in unserem und auch in anderen Ländern wenig Bereitschaft für wirklich radikale Veränderungen zu sehen. Wäre auch ein Wunder, wenn man die Sprechblasen dieser Gestalten hört.
Das Szenario hat sich seit Ende Juni diesen Jahres aber gravierend verändert. So wurde am Dienstag, den 29.6.2021 im Westen Kanadas, im kleinen Dorf Lytton ein neuer Temperaturrekord gemessen von sage und schreibe 49,6°Celsius. Und das in einer Weltgegend, die bekannt ist für unberührte Natur, angenehme Temperaturen im Sommer und kalte Winter, schöne Nationalparks mit scheinbar ewigem Schnee, wohin selbst Österreicher manchmal zum Skifahren ausweichen, wenn der heimische Winter nichts hergibt. Also eine Insel der Seligen, gar nicht so verschieden vom Heiligen Land Tarrol. Infolge dieser Rekordhitze wurde das Dörfchen Lytton drei Tage später von einem Feuersturm dem Erdboden gleich gemacht.
Man will sich gar nicht vorstellen welche Auswirkungen eine derartige Hitzeperiode beispielsweise auf Ortschaften im hinteren Zillertal hätte, ganz zu schweigen von den Gletschern, besser Restgletschern. Also müsste doch jeder vernünftige sic! Mensch einsehen, dass es jetzt höchste Zeit ist, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Erderwärmung vielleicht noch einzubremsen. Allerdings werden die Autos immer größer und der Straßenverkehr in unserem Land steuert neuen Höchstwerten zu. Von Umkehr keine Spur.

Das Rektorat der Universität Innsbruck hat vor kurzem neue Reiserichtlinien vorgegeben, in denen festgelegt wird, Kurzstreckenflüge für Dienstreisen zu vermeiden. Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein, und für den die Universitätsleitung bereits viel Kritik von innen und außen einstecken musste.
In der Wissenschaftszeitung Nature war kürzlich zu lesen, dass man mittlerweile davon ausgeht, dass unsere Nachbar-Planeten Mars und Venus für lange Zeiträume eine Wasserhülle und dementsprechend auch eine Atmosphäre hatten, womit Experten davon ausgehen, dass auf diesen Planeten vor einigen 100 Millionen Jahren Leben existiert haben könnte. Beim Mars nimmt man mittlerweile an, dass die Wasserhülle nicht ins Weltall entwichen ist. Stattdessen gibt es starke Anzeichen, dass das ehemalige Oberflächenwasser sich in die tieferen Gesteinsschichten zurückgezogen hat. Wenn man dann noch in derselben Zeitschrift Berichte liest, wonach überall auf der Erde derzeit die Grundwasserspiegel rapide absinken, stellt sich das Gefühl eines Déja- vu ein. Möglicherweise ist uns der Mars nur einige 100 Millionen Jahre voraus….
Wo ist der Mut, kontraproduktiven und unsozialen Machenschaften Einhalt zu gebieten? Visionen und Ideen für technische Innovationen sind da.
Sogar im kleinen Kosmos wie Innsbruck. Die Grünen unter Bürgermeister Willi wollen den Schritt wagen, die Innsbrucker City autofrei zu gestalten. Das ist schon fast revolutionär angesichts der Gemeinderatszusammensetzung und deren Auseinandersetzungen. Als nächster Schritt wäre dann die Umsetzung von Gratis Öffis logisch. Da liest sich der Artikel in der TT über die Erholung der Luftfahrt am Innsbrucker Flughafen wie ein schlechter Witz. Einerseits brennt die Welt, Kerosin wird aber weiter subventioniert und macht die Luft auch nicht besser. Andererseits setzt man wieder auf Unmengen von Flugtouristen im Winter. Zudem sind scheinbar 16,8 Millionen für die Pistensanierung kein Problem. Alternativ könnte man dafür Gratis Öffis finanzieren und Fahrräder und schattige Parks und Begegnungsstätten und Kultur und Jugendtreffs usw.!
Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt der eine: Wie geht es dir? Du schaust schlecht aus. Sagt der andere: Ich habe Homo sapiens. Meint der erste: Hatte ich auch. Geht schnell vorbei!

Sylvia Dürr
Pidder Jansen-Dürr


Ärger und Stinkbomben

  • Samstag, 18. Juli 2020 @ 16:29
Verkehr u. Umwelt Wer kennt das nicht: desweilen überfällt den braven Menschen unbrave Gelüste, nach einer Kalaschnikoff zu greifen, gefüllt mit Stinkbomben, um sich zu wehren. Die Gründe von Ärger und Unbehagen sind mannigfaltig. Allerlei Schikanen und Ungerechtigkeiten, denen man hilflos ausgesetzt ist, wie zB dem Autolärm in Wohngebieten dank Straßenzügen breit wie Autobahnen, kafkaesken Amtsgängen, aber auch mangelnde monetäre Wertschätzung der hochgelobten Corona- KrisenhelferInnen, während das Vermögen der Hochverdienenden nicht angetastet wird. Reich bleibt reich. Arm bleibt arm. Fertig! Oder eben derzeit übers Inntal donnernde Sportflieger, denen es mächtig Spaß macht, stundenlang nonstop Regatten zu veranstalten. Spaß beiseite oder im Ernst: es ist schlichtweg eine Zumutung, was die Sportfliegervereine am Tiroler Himmel aufführen. Ihre Macho- Maschinchen sind höllisch laut, höllisch umweltverschmutzend, höllisch kerosinsteuerbegünstigt und höllisch sinnfrei. Anscheinend profitieren diese Fliegerkapitäne davon, dass der reguläre Flugverkehr "dank" Corona noch nicht vollständig eingesetzt hat. Wohl ein kleiner Vorgeschmack auf die großen Touristenbrummer, die bald abheben und landen werden an après Corona Wochenenden mit gesundheitsschädigendem Lärm und nieselndem Feinstaub. Ein Graus! Solange die Eigentümer, das sind IKB, Stadt Innsbruck und Land Tirol, auf die damit verbundenen Einnahmen nicht verzichten wollen, sollen die Eingeborenen diesen komplett anachronistischen Schwachsinn erdulden. Klar, mit alternativen klimafreundlichen Verkehrsmitteln wird nicht so hohe Rendite gemacht. Gratis Öffis? Vom Tisch! Fazit: das Geplapper über Umwelt- und Personenschutz sind bisher weitgehend leere Worthülsen, und noch gebremst durch manche blöde FPÖ- Rückschrittsfanatiker. Auch was den Umbau der Stadt Innsbruck anbetrifft, um sie auf den Weg in eine lebenswerte und klimataugliche Zukunft zu schicken. Ein Pflästerchen hier, eine Beschwichtigung dort. Und fertig ist die Einseifung. Das nennt man Sachzwang. Wo bleiben vernünftige Zukunftsvisionen zum Wohle der Bevölkerung? Vieles wäre kurzfristig umsetzbar und nicht erst in zehn Jahren. Das haben wir alle in den letzten Monaten bemerkt, wie schnell Veränderungen möglich sein können. Gute Luft war gestern. Ideen liegen nicht unterm Pflasterstrand, sondern sind zum Greifen nahe, wenn man nur will und das Geld richtig einsetzt. Während ich diese Zeilen schreibe, sind mindestens 10 von diesen überflüssigen Krachmachern über mich hinweggeflogen. Womit ich wieder beim Anfang wäre....

Sylvia Dürr

Flughafenstart: Nein Danke!

  • Montag, 8. Juni 2020 @ 12:17
Verkehr u. Umwelt
Am 22. Juni startet die AUA in Innsbruck wieder mit einer Flugverbindung (!?!) nach Wien mit Linienflügen. Ein umwelt- und klimatechnischer Schwachsinn, denn die die ÖBB verkehrt stündlich mit weit besseren Abstandsmöglichkeiten nach Wien und zum Flughafen Wien-Schwechat.
Am 22.6.2020 protestieren wir im Zeitraum des ersten Fluges von und nach Wien von 13.30 bis 15 Uhr dagegen,, vor dem Eingang des Innsbrucker Flughafens.

Dicke Luft

  • Freitag, 24. Januar 2020 @ 09:40
Verkehr u. Umwelt In Innsbruck herrscht wieder mal seit Tagen dicke Luft, aber am Feinstaub und CO2 ersticken soll die Innsbrucker Bevölkerung nicht gerade. Deshalb der gutgemeinte Rat aus dem Rathaus, man solle das Auto stehen lassen und auf Öffis umsteigen. Auch wird im Büro des Bgm Willi angedacht, ob Öffis in Zeiten des Smogs gratis sein sollten. Andenken geht in Richtung denken, aber eben nicht richtig. So wie andocken. Ein schwebender Gedanke umkreist das Gehirn, um mit viel Glück dann dort anzudocken oder auch nicht. Drinnen ist er noch lange nicht.... Gedanken sind so ne Sache und ein Kapitel für sich. Kluge sowieso und gar nicht so einfach.
Nun denn, ich lasse meine Karre stehen und  möchte mit dem F Bus vom Flughafen Richtung Innenstadt fahren. Keine Flugzeuge donnern über meinem Kopf. Was isn da los? Kann es sein, dass die schwarzgrünschimmeligen Land- und Stadt- Granden zur Einsicht gekommen sind,  die Kerosin- und Feinstaub- Bomber zu verbieten, da diese erheblich zum Smog beitragen? Ich fahre gratis im Bus, oder anders ausgedrückt: schwarz. Juchhee. Ich löse kein  Ticket für 2,40. (Eh sauteuer!) Denn heute ist alles anders. Ausnahmesituation. Prompt werde ich kontrolliert. Ich kläre die beiden Kontrollettis auf, berufe mich auf das Büro vom großen grünen Willi und ernte tatsächlich Verständnis bei ihnen. Das wäre mal eine gute Idee. Da könnten sie schon Feierabend machen und endlich paar Bierchen kippen bei der Kälte und der schlechten Luft, meint das sympathische Duo erfreut. 
Tja, schön wärs!!!  Leider alles nur Gedankenspiele. Flugzeuge dürfen weiter die Umwelt versauen. Abwehrjäger düsen laut krachend umeinander (Davos lässt unerbittlich grüßen). Autos stehen weiterhin im Stau, produzieren Abgase und vernebeln die Sicht. Und Öffis sind mitnichten gratis. Da geht eher das Schwarzl- Kamel durchs Nadelöhr...
Somit bleibe ich lieber Zuhause-  ohne Atemmaske.

Sylvia Dürr

Black friday for future 2019

  • Montag, 2. Dezember 2019 @ 17:45
Verkehr u. Umwelt Was nicht alles möglich ist. Eine Touristenflut darf  weiterhin bequem in der Innmetropole per Flieger landen und sich anschließend gratis per Bus und Bahn zum Hotel  befördern lassen und sich sonstwo wie Heuschrecken übers Land ergießen.  Die pro und contra Flughafendiskussion ist wie weggeblasen vom Tisch. Der Föhn hat weniger nachgeholfen, dafür umso mehr die darüber empörten Interessenvertretungen von Wirtschaft und Tourismus. Nun hat auch der Gemeinderat mehrheitlich für den Flughafen Umbau gestimmt. Kein Wort mehr über Gesundheitsbelastung, Fluglärm und die Bedenken der AIA, der Anrainerschutzgemeinschaft. Der neueste Coup der Touristiker: das Gratis- Öffis- Ticket. Gar nicht dumm, aber die Frage stellt sich natürlich: warum nicht für ALLE, die hier leben und wie blöd Steuern und Gebühren berappen? Diese zukunftsorientierte Idee wird bisher von Seiten der Grünen (Grünl- Schwarzl) abgeschmettert mit der schlauen Begründung,  der IVB biete genügend preiswerte Tickets an. Stimmt aber nur partiell. Konkreter Klimaschutz ist, wenn man alles Menschenmögliche jetzt in die Wege leitet, und nicht erst in grauer Zukunft, um das große Desaster noch abzuwenden. Nicht nur aufs Geldbörserl und auf Parteienspezis schauen ist wohl immens schwierig bzw hierzulande gar nicht möglich!  Was ist mit dem Pariser Abkommen? Woanders soll dies gültig sein, bloß vor unsrer Haustür nicht. So denken die meisten Landes- und Stadtfürsten im In- und Ausland.  Kürzlich im Diskussionsforum, das von der Uni Innsbruck initiiert worden war mit dem Titel "Zukunft denken", wurden Fakten diskutiert, die hinlänglich bekannt sein dürften. Einige schöne Ideen wurden formuliert, aber kein(e) Stadt/ LandpolitikerIn war zu sichten. Man hat das Gefühl, dass die Ideen und Bemühungen contra Klimaerwärmung  wie Seifenblasen verpuffen. Am Freitag trafen sich etliche Menschen, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Diese werden wohlwollend von beinahe allen Seiten akklamiert, solange diese nur brav ihre Plakate auf der Straße hochhalten. Und am selben Tag wurden die Geschäfte wegen black friday gestürmt. (In Erinnerung an den schwarzen Freitag 1929?) Wer hat sich bloß diesen hirnlosen Quatsch ausgedacht? Konsum Konsum! Black friday for future geht wohl nicht zusammen. Ein Klimapflästerchen hier, ein Wundverband dort, reicht eben nicht. Dringend müsste der Klimapatient aber  in den OP. Der OP Saal ist leider immer noch besetzt vom falschen System, dem destruktiven Kapitalismus und von vermeintlichen Sachzwängen irgendwelcher Interessenvertreter, die nur an ihren Vorteil und Profit denken. Wie eh und je. Das wird, wenn überhaupt, nur eine Notoperation. Operation gelungen, Patient tot...? 

Sylvia Dürr

Brennertransitwahnsinn

  • Freitag, 26. Juli 2019 @ 16:24
Verkehr u. Umwelt Die Überschrift des TT Artikels bringts auf den Punkt: Viele Worte, wenig Taten,
- nach dem Berlin-Gipfel. Grün/schwarz/schwarz traf sich zum lustigen Stelldichein mit Berliner Häppchen und viel Blabla.
Und ewig grüßt das Murmeltier: Seit Jahren schon erhöht sich der LKW- und sonstige Verkehr, besonders über die beliebte, billige Brennerroute. Bei den PolitikerInnen, Unternehmern, Frächtern und der Bevölkerung allseits bekannt. Gurgiser, der männliche Tiroler Greta- Verschnitt, und seine wackeren MitstreiterInnen sei Dank, dass diese Problematik auch in Form von (viel zu wenig) Demonstrationen auf der Autobahn medienwirksam aktuell bleibt.
Wenn man derzeit auf einen garantierten Stau Lust hat, der fahre kurz zur Europabrücke hinauf. Spätestens dort reihen sich LKW um LKW. (Und auf der Baustelle malochen geleaste Mannen- bei über 30°, versteht sich.) Der reine Diesel Wahnsinn. Alles noch hübsch subventioniert und super billig. Waren, die mensch eigentlich gar nicht braucht, werden hin und her gekarrt von unterbezahlten Fahrern. Als hätte man diesen Menschen solchen Unfug an Lebenszeit- Verplemperung an der Wiege gesungen. Sie hätten bestimmt Besseres zu tun, aber seit dem Wegfall der Ostblock- Regimes ist es keine Kunst für westliche Unternehmen, diese Menschen als Billigstarbeitskräfte zu ködern. Man fragt sich kopfschüttelnd, was in den Hirnen der für den Transit- Wahnsinn verantwortlichen PolitikerInnen vor sich geht. Hüben wie drüben. "Anreize schaffen" für die Verlagerung von der Straße auf die Schiene, wie der bescheuerte CSU Minister Scheuer (nomen est omen) meint, ist lachhaft. Rigorose Verbote müssen her und das Diesel- Privileg weg! Wenn man bis zum Sanktnimmerleinstag damit wartet und auf jeden Rücksicht nimmt, bloß nicht auf die Bevölkerung, dann gute Nacht Tirol, Bayern, Südtirol und Klima. Auf den Brennerbasistunnel, diesem Milliardengrab, wird im TT Artikel hingewiesen, obwohl Expertenmeinungen von diesem Mammutprojekt abraten, denn einige kleine Tunnels mit zusätzlichen Gleisen an wenigen Stellen wären sinnvoller als eine Riesenröhre. In Deutschland werden derzeit nur 1/5 des Frachtgutes auf Schienen befördert. Das ist -nicht nur beim großen Nachbarn,- ein anachronistischer Schwachsinn. Den gordischen Knoten zerhauen und nicht mehr nur ans Geld und an den Profit gewisser Lobbys denken! Klingt wie im Märchen. Leider leben wir NOCH in jenem System, in dem nicht der Mensch mit seinen Bedürfnissen an erster Stelle steht. Wie lange noch?
MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!

Sylvia Dürr

Austria fällt bei Klimaziel durch

  • Montag, 3. Juni 2019 @ 09:28
Verkehr u. Umwelt Die Umweltschutzorganisation WWF bemängelt, dass der Entwurf der Bundesregierung völlig unzureichend und nicht kompatibel mit dem Pariser Klimaschutzabkommen ist. Es fehlen Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Ökologische Steuerreformen nicht in Sicht. Die Bevölkerung wird kaum miteinbezogen. (Aber eben durfte mensch wieder ein EU- Kreuzerl malen). Immer mehr Klein LKWs karren Waren umeinander (mit Lohn-und Sozialdumping- Opfern am Steuer), aber leider stockt der zu teure öffentliche Verkehr. Nulltarife? Das Land hat nix zu verschenken, arm wie es ist. Wo kämen wir denn dahin, wenns kostenlose Öffis gäbe? Lieber wieder an der Preisschraube nach oben drehn, denkt sich der IVB. Zudem beanstandet der WWF und andere Organisationen auch die "Gletscherehe" Pitztal-Ötztal. Für den Zusammenschluss erwärmt sich neuerdings auch die (korrupte? Sorry..) SPÖ, - und nicht nur das Klima, das die Gletscher schmelzen lässt, schneller noch als angenommen. Es gibt hierzu Gutachten noch und nöcher. Man kann den ganzen Humbug auch so sehen: Profit versus Natur. Oder: nach uns die Sintflut. Das wird keine Ehe, eher ein Gletscherbegräbnis. Alles schön anachronistisch. Der Fehler liegt im System. Der Fehler ist das System.

Sylvia Dürr

Kurzsichtigkeit?

  • Freitag, 9. November 2018 @ 08:46
Verkehr u. Umwelt Am Donnerstag vor dem Nationalfeiertag staute es sich wieder mal in der Kranebitter Allee, im Mitterweg stadteinwärts, am Südring und sonstwo. Ein schönes Bild im feinstaubigen Dunst. Auch auf der Brennerautobahn staute sich - wie beinahe immer - der LKW Lindwurm, angereichert mit zig Kurzurlaubern, die ins lange Wochenend starteten. Ein kleines Mosaik im fortlaufenden Wahnsinn. Klimawandel?

Die unendliche (MPreis)Geschichte

  • Donnerstag, 15. Mai 2014 @ 07:06
Verkehr u. Umwelt An die MPreis-Geschäftsleitung.

Wie ich zu meinem Erstaunen festgestellt habe, kauft das Mpreis-
Unternehmen tatsächlich Äpfel und Bohnen aus fernen Ländern ein, obwohl
jetzt hier Bohnensaison ist. Auch Äpfel bekommt man bekanntlich aus
Österreich. Warum in die Ferne schweifen und den armen Schluckern in
Afrika ihre Nahrung wegfuttern, wenn die guten heimischen Produkte so
nahe liegen. Auch stößt mir der Spargel und die Erdbeeren in der
Vorweihnachtszeit jedes Mal sauer auf.

Muss denn Ihr Unternehmen, das sich für Nachhaltigkeit stark macht, mit
den unglaublichsten Produkten aus der sogenannten 3. Welt zu jeder
Jahreszeit JEDEN Kunden befriedigen? Wie steht es mit Ihrer Warenethik?
Gibts die überhaupt oder überschattet das MPreis- Profitstreben jegliche
Moral?
Etliche Ihrer KundInnen wollen keine Waren, die erst eine irrwitzige
Kilometerstrecke mit anachronistischem CO2- Ausstoß hinter sich lassen
müssen, um ins Tiroler Land zu gelangen.

Mit freundlichen Grüßen
Mag. Sylvia Dürr, Innsbruck

... und ewig grüßt die Grenzüberschreitung

  • Dienstag, 13. August 2013 @ 12:27
Verkehr u. Umwelt Das ewige Lied der Tiroler Luftpolitik heißt nicht stille Nacht, heilige Nacht, sondern stinkige Nacht, stickige Nacht. Alle Jahre wieder, mindestens zweimal, kommt nicht das Christuskind, sondern die Meldung, dass die Luft dank aller möglichen Schadstoffe zu wünschen übrig lässt. Die Lungen von Allergikern, Senioren und Kindern rebellieren. Warum nicht endlich der ganze Mensch? Sein Magen müsste sich umdrehen angesichts der Tatsache, dass immer noch in Politikerstuben Däumchen gedreht werden, mit denen einzig heiße Luft erzeugt wird.

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