Willkommen bei KPÖ Tirol Sonntag, 26. September 2021 @ 04:58

Drei Euro für Deutschland

  • Donnerstag, 16. September 2021 @ 17:37
Sozial Direkt aus dem dpa-Newskandal äh Newskanal

Sage und schreibe 3 Euro mehr gibts nächstes Jahr für Hartz 4 Empfänger im deutschen Lande. Von 446 auf 449 Euro. Wahrscheinlich ab 1. April. HURRA- Rufe der Hartz 4 Empfänger schallen über alle Grenzen hinweg. Man kann dem Creator dieser ausgeklügelten Reform namens Peter Hartz, nicht genug danken, einem SPD und IG Metall Mitglied, ehemaliger VW Manager, Ehrendoktor, Professor h.c., und das Bundesverdienstkreuz wurde ihm auch verliehen. Junge, Junge, was für ein großer Mann. Den Kleinen, Arbeitslosen, Armen hat ers gegeben, nicht im Schlaf, sondern knallhart als Reformer unter der Ägide von Kanzler Schröder, der die Agenda 2010 2003 verkündete. Herr Hartz wurde dann aber zum Ikarus. Leider hat er sich in der Halligallischickimicki- Welt verflogen und ist im Korruptionssumpf gelandet. Was wurde ihm alles zur Last gelegt: Spesenmissbrauch, Lustreisen etc. Dieser ehrenwerte Herr ist mittlerweile von der Bildfläche verschwunden, aber sein unseliges Machwerk treibt weiterhin seltsame Blüten. Wer da noch denkt, SPD wäre in irgendeiner Weise sozial, der lege sich in seine soziale Hängematte und träume weiter, von Gerechtigkeit und Lottogewinn. Als wäre das Dasein eines Hartz 4 Empfängers nicht schwer genug, wird er auch noch verhohnepiepelt in Form einer Fernsehsendung mit dem heimelig netten Titel "Hartz und herzlich". Kleiner Trost: Wir ja sind nicht alleine. Es gibt noch andere, denens noch beschissener geht. Geteiltes Leid ist eben halbes Leid. Kaum zu glauben, dass ein Land wie Deutschland, das an 4. Stelle mit dem größten BIP steht, sich sowas erlauben kann, bzw. darf. Niemand wehrt sich. Her mit den Kalaschnikoffs. Man muss ja nicht gleich scharf schießen, Gülle reicht auch. In einigen Tagen wird wieder gewählt. Viele wollen, dass sich nichts ändert und alles im alten Trott weiter läuft. Die Erde brennt, die Armut nimmt zu, Hauptsache, man tastet den SUV vor der Haustür nicht an. Die heilige Kuh namens Kapitalismus grast friedlich weiter.

Sylvia Dürr

Tanz auf dem Vulkan

  • Donnerstag, 19. August 2021 @ 11:02
Verkehr u. Umwelt Treffen sich zwei Planeten im Weltall...

Angesichts der Tatsache, dass sich der Fokus vom Virusdrama auf das Klimadrama gelegt hat, sollte man sich Gedanken machen, wie man in diesem Schlamassel nicht völlig untergeht. Die Wucht der Klimakatastrophen lässt auch den entschiedensten Klimawandelleugner blass erscheinen. CO2 Reduktion als Mittel der Wahl, meinen mittlerweile PolitikerInnen aller Couleur. Irgendwann in Zukunft?! Mit angezogener Handbremse weiter wurschteln wie bisher ist wohl kaum mehr möglich. Waren herstellen in fernen Ländern, hin und her karren bis zur Sinnlosigkeit, anschließend damit auf den Müll und ab damit in arme Länder, ist heute immer noch Usus. Das Argument gewisser Konzernchefs und anderer Kapitalistinnen, dass die KonsumentInnen dies alles wollen, wird immer fadenscheiniger. Braucht man wirklich x verschiedene Kosmetika, Joghurts, verpackt in Plastik, Esswaren aus Übersee, mit Palmöl versetzt? Hat jemand schon die Zahnpastasorten gezählt, die Dusch- und Haarwaschmittelchen etc.? Welch eine Unmenge an Warensorten sich in den Supermarkt- und Drogerieregalen tummeln, ist schlichtweg verrückt. Ganz zu schweigen von milliardenteurer, sinnentleerter Werbung, die wie Gehirnwäsche funktioniert, um dies uns alles schmackhaft machen zu wollen. Nun wird auf E-Autos gesetzt. Sind E-Autos mit Riesenakkus eine supertolle Alternative zu den SUVs, die immer noch herumkreuchen dürfen mit Dieselprivileg? Zukünftig alles auf immensen Stromverbrauch setzen? Oder doch zurück in die Steinzeit, wie es Kanzler Kurz kürzlich kolportiert hat?
Der Bevölkerung Furcht einjagen funktioniert nicht erst seit der Pandemie. Nun schürt man die Angst um den Verlust des angenehm hohen Lebensstandards. Frage: Warum kann der Mensch nicht umdenken, oder besser: anders leben? Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Überfluss auf Kosten andrer Menschen und des Klimas geht. Leider sind viele von uns mit der Vorstellung groß geworden, dass es außerhalb der Konsumkomfortzone wenig gibt. Das ist uns eingebläut worden, unser Geld hierfür- sauer- zu verdienen, um als Belohnung den neuesten Scheiß kaufen zu können. Dieses kapitalistische Räderwerk bringt uns uns so langsam aber sicher alle unter seine Räder. Da können Bezos und Konsorten schnell ins All düsen, aber dem Klimawandel entkommen auch diese Größenwahnsinnigen nicht. Absurd und monströs, dass sich Unmengen Geld auf nur Wenige konzentrieren. Das sollte man vernünftigerweise ENDLICH! für alternative Ideen und Energien verwenden. Und für Menschen.
Als BeobachterIn gewinnt man schnell den Eindruck, dass der Wohlstand, wohl gemerkt der materielle Wohlstand, der Bevölkerung in den reichen globalen Ländern immer noch wesentlich wichtiger ist als die Sorge um das Klima. Wie sonst wäre es zu erklären, dass nach der Zwangspause, die sehr wohl möglich war durch die Corona Pandemie, alle Zivilisationsübel wieder hochgefahren wurden, als sei nichts geschehen. Die jetzigen und zukünftigen hauptsächlichen Opfer des Klimawandels finden sich sowieso in den armen Ländern des globalen Südens, und außer ein paar Lippenbekenntnissen zum Umsteuern ist in unserem und auch in anderen Ländern wenig Bereitschaft für wirklich radikale Veränderungen zu sehen. Wäre auch ein Wunder, wenn man die Sprechblasen dieser Gestalten hört.
Das Szenario hat sich seit Ende Juni diesen Jahres aber gravierend verändert. So wurde am Dienstag, den 29.6.2021 im Westen Kanadas, im kleinen Dorf Lytton ein neuer Temperaturrekord gemessen von sage und schreibe 49,6°Celsius. Und das in einer Weltgegend, die bekannt ist für unberührte Natur, angenehme Temperaturen im Sommer und kalte Winter, schöne Nationalparks mit scheinbar ewigem Schnee, wohin selbst Österreicher manchmal zum Skifahren ausweichen, wenn der heimische Winter nichts hergibt. Also eine Insel der Seligen, gar nicht so verschieden vom Heiligen Land Tarrol. Infolge dieser Rekordhitze wurde das Dörfchen Lytton drei Tage später von einem Feuersturm dem Erdboden gleich gemacht.
Man will sich gar nicht vorstellen welche Auswirkungen eine derartige Hitzeperiode beispielsweise auf Ortschaften im hinteren Zillertal hätte, ganz zu schweigen von den Gletschern, besser Restgletschern. Also müsste doch jeder vernünftige sic! Mensch einsehen, dass es jetzt höchste Zeit ist, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Erderwärmung vielleicht noch einzubremsen. Allerdings werden die Autos immer größer und der Straßenverkehr in unserem Land steuert neuen Höchstwerten zu. Von Umkehr keine Spur.

Das Rektorat der Universität Innsbruck hat vor kurzem neue Reiserichtlinien vorgegeben, in denen festgelegt wird, Kurzstreckenflüge für Dienstreisen zu vermeiden. Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein, und für den die Universitätsleitung bereits viel Kritik von innen und außen einstecken musste.
In der Wissenschaftszeitung Nature war kürzlich zu lesen, dass man mittlerweile davon ausgeht, dass unsere Nachbar-Planeten Mars und Venus für lange Zeiträume eine Wasserhülle und dementsprechend auch eine Atmosphäre hatten, womit Experten davon ausgehen, dass auf diesen Planeten vor einigen 100 Millionen Jahren Leben existiert haben könnte. Beim Mars nimmt man mittlerweile an, dass die Wasserhülle nicht ins Weltall entwichen ist. Stattdessen gibt es starke Anzeichen, dass das ehemalige Oberflächenwasser sich in die tieferen Gesteinsschichten zurückgezogen hat. Wenn man dann noch in derselben Zeitschrift Berichte liest, wonach überall auf der Erde derzeit die Grundwasserspiegel rapide absinken, stellt sich das Gefühl eines Déja- vu ein. Möglicherweise ist uns der Mars nur einige 100 Millionen Jahre voraus….
Wo ist der Mut, kontraproduktiven und unsozialen Machenschaften Einhalt zu gebieten? Visionen und Ideen für technische Innovationen sind da.
Sogar im kleinen Kosmos wie Innsbruck. Die Grünen unter Bürgermeister Willi wollen den Schritt wagen, die Innsbrucker City autofrei zu gestalten. Das ist schon fast revolutionär angesichts der Gemeinderatszusammensetzung und deren Auseinandersetzungen. Als nächster Schritt wäre dann die Umsetzung von Gratis Öffis logisch. Da liest sich der Artikel in der TT über die Erholung der Luftfahrt am Innsbrucker Flughafen wie ein schlechter Witz. Einerseits brennt die Welt, Kerosin wird aber weiter subventioniert und macht die Luft auch nicht besser. Andererseits setzt man wieder auf Unmengen von Flugtouristen im Winter. Zudem sind scheinbar 16,8 Millionen für die Pistensanierung kein Problem. Alternativ könnte man dafür Gratis Öffis finanzieren und Fahrräder und schattige Parks und Begegnungsstätten und Kultur und Jugendtreffs usw.!
Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt der eine: Wie geht es dir? Du schaust schlecht aus. Sagt der andere: Ich habe Homo sapiens. Meint der erste: Hatte ich auch. Geht schnell vorbei!

Sylvia Dürr
Pidder Jansen-Dürr


Bratwurst & Co

  • Dienstag, 10. August 2021 @ 16:26
Standpunkte Um die Impfwilligkeit zu erhöhen, sind scheins positive Anreize das Gelbe vom Ei, um die störrischen Leichtsinnigler zur Vernunft zu bringen . Anbei noch weitere Ideen: Neben Bratwurstgutscheinen, i Phones Gewinnen und Disco Hunderter
Gratis Besuch im örtlichen Bordell,
Gratis Peitschen zur Frauenselbstverteidigung,
Gratis Kochkurs für Männer,
Gratis Feierflächen für Jugendliche mit 1x Freibier,
1 Jahr gleicher Frauenlohn
1 Tag Bundespräsident spielen,
1x future- Babysitting bei Kanzler Kurz.
Da haben wir zackzackzack die angepeilten 80% von Gesundheits-/ Sozial(?) Minister Mückbrocken rasch zusammen.

Wetten?

Sylvia Dürr

Frontex, Flex und Tanner

  • Sonntag, 25. Juli 2021 @ 15:19
Antifa MIt " steigenden Aufgriffszahlen illegaler Migranten und EU Asylrichtlinien, die keine Wirkung zeigen" will Nehammer named FLEX und die Dumme, die als Tanne(r) zackig daneben steht und den Wald nicht vor lauter Tannen sieht, die Zügel straffen. Endlich mal wieder zeigen, was Sache ist, schallts aus deren Hirnen. Frontex hat scheinbar noch nicht genügend Menschen ersaufen lassen. Nun will man Grenzsoldaten aufstocken, von 1000 auf 1400. Als hätten Soldaten nichts besseres zu tun, nämlich schießen, sollen sie nun arme Flüchtende verfolgen und dorthin zurück schicken, wo der Pfeffer wächst. Flex und Tanne werden sich wundern, was noch alles auf sie zukommt in den nächsten Jahren. Die Umwelt und die Verschiebung des Klimas ins grotesk Schlechte lassen Menschenwogen aufs geheiligte Europa zurollen. Auch Österreich wird sich die Augen reiben. Tja, das haben 1,5° Erderwärmung so an sich.

Sylvia Dürr

Die Toten von Österreich

  • Sonntag, 25. Juli 2021 @ 15:15
Feminismus Schon wieder eine tote Frau. Heuer zählt Österreich mittlerweile 16 Frauenmorde. Egal, welcher Religion oder Nationalität die Täter angehören, der gemeinsame Nenner sind die xy Chromosomen. Zudem werden unbequeme Frauen durch Hass und Sexismus im Netz von wildgewordenen Machos attackiert, um sie zu demütigen und mundtot zu machen. Kleidungsvorschriften im Profisport gehören auch in diese Kategorie. Sportlerinnen sollen in sexy Minibikinihöschen Volleyballern, meinen die Funktionäre.
Seit Jahrhunderten leben wir in einem Patriarchat und man konnte langsam glauben,die schlimmsten Formen der Unterdrückung wären vorbei. Das stimmt auf den ersten Blick. Die drei K Kirche Küche Kinder gelten nicht mehr als das erstrebenswerte Frauenideal. Immerhin. Leider kommen diverse Mechanismen subtiler daher. Dies zeigen zB die sexuellen Machtspiele, die die meetoo Bewegung aufgedeckt haben. Dazu zählen aber auch die verschieden ungerechten Entlohnungen zwischen Mann und Frau. Ganz zu schweigen von Frauenaltersarmut. Das ist auch eine perfide Form der politischen Ungleichbehandlung. Politisch sind mehrheitlich immer noch die Männer am Ruder. Was tun aber gegen männliche Brachialgewalt? Den Rücken und das Selbstbewusstsein der Frauen stärken. Rollenbilder verändern, auch in der Werbung. (Muttis: schaut auf die Spiele Eurer Buben!) Zu raten wären Selbstverteidigungs-, besser noch Angriffskurse, die verpflichtend für jedes Mädchen an allen Schulen eingeführt und vermittelt werden. Ein gut platzierter Tritt ins Allerheiligste lässt den stärksten Macho zusammen sacken. Aggression kontra Aggression. Klingt unschön, aber wenn nichts anderes hilft...

Sylvia Dürr

Gesellschaft, Gesundheit und Geopolitik: Überlegungen zur Covid-Impfung

  • Mittwoch, 30. Juni 2021 @ 17:48
Standpunkte Die Impfkampagne in Österreich läuft. Mehr als die Hälfte der Menschen in Österreich hat bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Ein knappes Drittel ist bereits vollständig geimpft. Vor diesem Hintergrund besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass sich Verhältnisse wie im Winterhalbjahr 2020/21 nicht mehr wiederholen, auch wenn die Delta-Variante Expert*innen tatsächlich Sorgen bereitet. Vollständig Geimpfte sollten jedoch nach bisherigen Erkenntnissen auch dieser Mutation ausreichend geschützt sein.

KPÖ fordert Maßnahmen gegen drohende Delogierungen

  • Freitag, 9. April 2021 @ 01:28
Wohnen Die Alternative Liste Innsbruck hatte im November-Gemeinderat einen Prüfantrag auf eine Verlängerung der Stundungsmöglichkeit für Mieter*innen von Stadtwohnungen eingebracht, die aufgrund von Covid-19-bedingten Einkommensausfällen die Mieten nicht mehr begleichen können. Gleichzeitig forderte der Antrag den Bürgermeister auf, sich dafür einzusetzen, dass auch bundesweit Maßnahmen ergriffen werden, um Mieter*innen zu unterstützen, deren Einkommenssituation sich aufgrund der Covid-19-Pandemie und der zu deren Eindämmung ergriffenen Maßnahmen massiv verschlechtert hat.

Gedanken zum Weltgesundheitstag

  • Donnerstag, 8. April 2021 @ 01:53
Standpunkte Der 7. April 2021 ist sowohl Weltgesundheitstag unter Motto "Gesundheitliche Chancengleichheit" (Health Equity) als auch der österreichische Erschöpfungstag, d.h. der Tag im Jahr, an dem sämtliche Ressourcen aufgebraucht sind, die in Österreich einem Jahr generiert werden können.

Direkte Demokratie

  • Montag, 15. Mrz 2021 @ 15:31
Standpunkte Da der Weg zum Kommunismus noch ein langer über Institutionen, Stock und Stein sein wird, zur Überbrückung folgende Idee:
Angesichts der Diffikultäten des Innsbrucker Gemeinderats liegt es nahe, sich Gedanken über Alternativen zu machen. Es ist offensichtlich, dass Parteienzugehörigkeiten im konservativen Spektrum nicht gerade von Vorteil sind, wenn es darum geht,konträre Meinungen vernünftig unter einen Hut zu bringen, beziehungsweise den besten Kompromiss zu finden.  Zum Wohle der Bevölkerung, versteht sich, die diese PolitikerInnen gewählt haben und seit geraumer Zeit diesem zerstörerischen Wirrwarr ratlos zusehen müssen. So ist das nunmal, wenn man alle paar Jahre nur seine Stimme abgeben kann. Und sonst nix. Keine direkte Mitgestaltung möglich. Wie ätzend!
In Ostbelgien gibt es seit Feber 2019 einen Bürgerdialog in Form eines Losverfahrens. 50 Menschen wurden aus allen Schichten per Los ausgewählt, nicht nur mitzubestimmen,sondern auch mitzuregieren. Das deutschsprachige Ostbelgien umfasst 76 000 Einwohner. Ein einmaliges Experiment, das  hervorragend funktioniert. Auch gab es bisher ähnliches in Kanada (2004: Reform des Wahlsystems), Island (2012:Beratung einer neuen Verfassung)und Irland (2014: Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe).   Die Ostbelgier gehen einen Schritt weiter. Sie können eine Versammlung jederzeit einberufen zu einem Thema ihrer Wahl. Ist das überhaupt ein gangbarer Weg,Laien, aber auch Experten aus allen Bevölkerungsschichten zu rekrutieren und darauf vertrauen, dass sich diese mit einem bestimmten Thema befassen und sich diskutierend konstruktiv auseinandersetzen? Warum nicht?  Man wächst bekanntlich an seinen Aufgaben und darf die Kompetenz jedes Einzelnen nicht unterschätzen, wenn es darauf ankommt, politisch zu denken.  Korrupte Mauscheleien, Vorteilsnahmen und Lobbyismus der Politikerkaste wären weitgehend ausradiert. Denn eines stünde im Vordergrund: nicht das persönliche, sondern im Interesse der Allgemeinheit würde gehandelt werden. Diese Form der direkten Demokratie findet man schon in der Antike und fußt auf Aristoteles Gedanken der Demarchie, dem Losverfahren. Bürgerbeteiligungen namens Bürgerräte  sind eine Form dieser Idee. Auch wird das Drüberfahren wie die Nichteinbeziehung der BürgerInnen dadurch verhindert. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Nicht nur Mitspracherecht, sondern Entscheidungsrecht. Interessant zu erfahren, wie ein Bürgerrat agieren würde in Innsbruck bei Fragen wie Auflösung des teuren Flughafens mitsamt seinen lauten, umweltschädlichen Fliegern. Wie Gratis Öffis für alle. Fragen wie Neugestaltung des zubetonierten Marktplatzes, Landhausplatzes und aktuell der fragwürdigen Umgestaltung des Bozner Platzes wären neu zu verhandeln. Neue Grünflächen statt unansehnlicher Parkings. Auch das Beispiel Wave in Schwaz: warum BürgerInnen abstimmen und nicht mitbestimmen lassen? Beispiel Enteignung durch die Asfinag: Warum nicht umgekehrt: Asfinag enteignen?
Was im Kleinen funktioniert, ist auch im Großen denkbar:  Bürgerräte in den Bundesländern und im Nationalrat. Hickhack, Lobbytum, Einflussnahmen und Privilegien könnte man durch die Kontrollinstanz der Bürgerräte eindämmen und radikal mindern. Auch sinnlose Wahlwerbungsgelder könnte man einsparen. Menschlichkeit statt Härte, was Abschiebungen anbetrifft. Monetäre Hemmungen seitens der Politikertypen weichen der Vernunft, wenn es darum geht, das eine Prozent der Reichsten im Land zur Kasse zu bitten mit Blick auf die Unsummen, die auf das steuerzahlende Volk nach der Pandemie zurollen. Das wäre erst der Anfang auf dem Weg zur direkten Demokratie. Fazit, nur Vorteile wären zu erwarten.  Auch Frauen würden profitieren. Die Gehaltsschere von ungerechten 20% im Besonderen, und im Allgemeinen zwischen Arm und Reich sind zu mindern, bzw abzuschaffen. Gemeinwohl vor Profitinteressen. Eigentum wäre plötzlich nicht mehr unantastbar.  Laien und Experten unter einen Hut des Bürgerrats mit Vernunft, Weitblick und Altruismus. Im Weiterdenken öffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. 
1. Schritt: Politiker entmachten: Sämtliche Kurzes, Blümels, Angstschobers,  Nehmhammers, Hörls mitsamt ihren Adlaten und Wirtschaftsspezln wären in die Häfen zu verfrachten, um weiteren Unfug zu vermeiden.
2. Schritt: Kapitalisten lahmlegen und System umstrukturieren.
 3. Schritt: umfassende Bildung ermöglichen.
4. Schritt: Visionen nicht nur träumen, sondern umsetzen....

Sylvia Dürr,Innsbruck
 

Zivildienst für Frauen?

  • Mittwoch, 17. Februar 2021 @ 15:53
Feminismus Zivildienst für Frauen?
Aber ja. Zuerst jedoch: Halbe - Halbe in der Familie: d.h. Männer putzen, kochen, versorgen Säuglinge, auch in der Nacht. Lernen mit den Schulkindern, besorgen das tägliche Einkaufen, lehren den Kindern, wie sie sich benehmen sollen, wie Konflikte ohne Gewaltanwendung gelöst werden können, begleiten sie zum Zahnarzt, trocknen ihnen die Tränen, leben ihnen Altruismus vor, kämpfen wie die Löwen um die uralte Forderung "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" setzen sich mannhaft für Ambulatorien ein, in denen Frauen, psychisch und physisch gut betreut Kinder zur Welt bringen oder einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen können, und zwar auf Krankenschein. Und wenn wir dann Geschlechtergleichheit erreicht haben, dann können wir gerne über Zivildienst auch für Frauen diskutieren. Was man so hört, kann das Leben beim Bundesheer auch so seine Reize haben.

Rosmarie Thüminger

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