Willkommen bei KPÖ Tirol Freitag, 1. Juli 2022 @ 18:08

100 Tage Krieg

  • Sonntag, 12. Juni 2022 @ 16:56
Frieden 100 Tage Krieg sind 100 Tage zuviel. 100 Milliarden an Aufrüstung bekommt die deutsche Bundeswehr. Das zahlen SteuerzahlerInnen, die vielleicht eher diese Investition in eine intakte Umwelt und preiswerteren Lebensmitteln sehen würden. Militärexperten bezweifeln schon, dass diese Summe zu gering sei. Es wird in dieser merkwürdigen Zeitenwende nach Bomben und Granaten gelechzt und gehechelt, um dem bösen Kriegsgeheul aus dem Osten Gleichwertiges entgegenzusetzen. Wirrkopf Boris hat im Frühjahr 2021 15 Kriegsschiffe ins schwarze Meer schicken lassen (in weiser Voraussicht?) und nun kommen 6000 Raketen und weitere Waffen aus England hinzu. Klar wird das von den westlichen Regierungsscharfmachern unterstützt. Immerhin lässt die französische Regierung einen Rundbrief mit Fragebogen an Europa los, um zu erfahren, ob die freiwilligen Söldner dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Diese Schergen kommen jetzt ganz legal an Waffen ran, unter friedlichen Zeiten kaum zu bewerkstelligen, zumindest in Europa. Außerdem ist es schwer nachvollziehbar, warum in einem Kriegsgebiet das Töten obligatorisch ist, aber ein paar Kilometer weiter jenseits der Landesgrenze, Mord unter Strafe gestellt wird. Komplett irrational, aber die ewige Logik der Staatsgebilde. Dies wird erfolgreich den Untertanen eingebläut. Klappt auch meist ganz gut. (Zum Glück nicht bei Allen!)
"Soldaten sind Mörder!" Dieser Satz stammt von einem gewissen Herrn namens Kurt Tucholsky und wurde 1932 vom Redakteur der Weltbühne und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky veröffentlicht. Dieser bekam für sein pazifistisches Engagement seine Quittung und kam im KZ um. Nun will die Plattform "wehrhaftes Österreich" zurück zur Übungspflicht für Milizsolaten neben einer personellen und finanziellen Aufstockung.
Hat eigentlich jemand die SoldatInnen gefragt, die hüben und drüben aufeinander schießen, WARUM sie dazu verpflichtet sind? Und ihre Familien, die sie begraben müssen?

Vorschlag zum schönsten Wort des Jahres 2022: DESERTEUR.

Sylvia Dürr

Oxfam etc

  • Samstag, 28. Mai 2022 @ 09:34
Frieden Alle Jahre wieder veröffentlicht Oxfam einen Bericht, der zum Schaudern, eher zum Speiben ist. Man weiß es ja und ist trotzdem betroffen. So explodierte das Vermögen der Superreichen in der Pandemie, wobei 260 Millionen Menschen extreme Armut droht. Wieviel Prozent die Steigerung der Kapitaleigner nun real beträgt, ist ziemlich unerheblich. Fakt ist, dass diese immer noch mit Samthandschuhen angefasst werden seitens der Regierungen. Bemerkenswert auch die Pharmaindustrie, die ihren großen Reibach nach wie vor macht. Der konnte ja nichts Besseres passieren als diese kleinen bösen Viren. Schnell den Impfstoff hergestellt und einen Gewinn über 1000 Dollar in der Sekunde erzielt. Und die Regierungen kaufen diese bis zum 24fachen des Herstellungspreises. Die Rufe nach Vergesellschaftung und Aussetzung der absurden Patente sind irgendwo im Geldnirwana verhallt. Politik und Wirtschaft gehen Hand an Hand weiter über Leichen, brutal ausgedrückt. Die Forderung nach einer Erhöhung der Vermögenssteuer für Superreiche kommen von einigen Superreichen. Einfach nur lachhaft, dass ausgerechnet diese Bonzen die Absurdität der Regierungspolitik erkennen, nämlich kein Antasten von Privatvermögen. Das ist immer noch Todsünde und zählt mehr als jegliche Vernunft. Aber die spielt eh keine Rolle in diesem maroden kapitalistischen System.

Vom fragwürdigen Geldmanagement ins nächste Verpulvern, Menschenleben mit eingeschlossen, kommt nun das europaweite Aufrüsten hinzu. Alle westlichen Staaten sind sich darin einig. Egal, wie hoch ein jeweiliges Land sich durch die Pandemie verschuldet hat. Hauptsache Kanonen etc. Die Rüstungsindustrie ist die nächste Gewinnerin. Das ist systemimmanent: wenige auf der Schokoladenseite, die sich auf Kosten anderer bereichern. Dagegen die große Masse, die schauen muss, dass sie nicht völlig in die Misere abrutscht.

Und das lassen wir uns alles gefallen. (Das Einseifen gelingt scheinbar.) Grüne sind zu oliven Kampfstrategen mutiert. Medien sind deren Unterstützer. Staaten wollen ihre Neutralität aufgeben. Es ist wirklich eine verrückte Zeit. Zeitenwende, wie manche Politiker unken? Ja, solange menschenfressende Kriege und menschenverachtende Systeme noch geduldet werden.

Sylvia Dürr

SAG NEIN!

  • Freitag, 1. April 2022 @ 16:53
Frieden Wolfgang Borchert
Dann gibt es nur eins!

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre. dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN! Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du
sollst die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keinen Weizen mehr fahren - sondern Kanonen und Panzer, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen,
du sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Truppentransport, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo - Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!
Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
dann:
In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben -
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen -
eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam - der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken -
in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -
in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen - das Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelaufene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln — zerbröckeln — zerbröckeln —
dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend - und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch – all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.

zitiert aus: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk, Rowohlt 1986, Seite 318 ff

Wer ist der Aggressor

  • Donnerstag, 31. Mrz 2022 @ 10:04
Standpunkte Wer ist der Aggressor und wem nützt der Krieg?

Interessant ist, dass Russland bereits seit mehr als 100 Jahren die Aggression der westlichen Länder erleben musste:
Der erste Weltkrieg 1914 – auch damals sei Russland der Aggressor gewesen (in Wirklichkeit erklärte Österreich – Ungaren Serbien den Krieg und Russland war Beistandsmacht). Nach der Revolution 1917 (die in den anderen europäischen Ländern nicht stattfand, da sich die Sozialdemokraten mit den kapitalistischen Verhältnissen arrangiert hatten), gab es nicht nur das Problem der Konterrevolution – sondern ausländische Truppen versuchten durch Einfälle und Kämpfe in der Sowjetunion die sowjetische Ordnung zu zerstören.1918 erfolgten Einfälle von britischen, Japanischen, deutschen, tschechoslowakischen Truppen (siehe Wikipedia, bayrische Staatsbibliothek, Münchner Digitalisierungszentrum). 1940 Angriff der Sowjetunion durch Nazi – Deutschland. 1949 Gründung der NATO, die ihre gesamte Aggression gegen die Sowjetunion richtete und diese dadurch gezwungen war, ein entsprechendes Waffenarsenal - samt der Möglichkeit bzw. Notwenigkeit eines nuklearen Gegenschlages – zur Verfügung zu haben, um bestehen bleiben zu können.
Nach 1989 erlag Michael Gorbatschow dem Trugschluss, dass sich die gegenseitige Bedrohung der Weltmächte erübrigen würde, wenn sich die sozialistische Sowjetunion zum Kapitalismus wenden würde. Ein völliger Irrtum! Die Abrüstungsverhandlungen (START, SALT, INF) führten dazu, dass lediglich eine bestimmte Waffengattung eingedämmt wurde, um andere, neue, ausgeklügeltere und effizientere Waffen erst gegen die Sowjetunionspäter gegen Russland zu richten. Die NATO, das Mittel der USA zur Etablierung ihrer Macht, erweiterte sich nach 1989. 1999: Polen, Tschechien, Ungarn; 2004: Belgien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien; 2009: Albanien, Kroatien; 2017: Montenegro; 2020 Nordmazedonien.
Unter Trump erreichten die Rüstungsausgaben der USA einen Höhepunkt von 675 Milliarden US – Dollar im Jahr 2019. Trump kündigte verschiedene Abkommen zur gegenseitigen Beschränkung und Kontrolle der Waffen: Kündigung des INF – Abkommens, Kündigung des MTCR (Missile Technology Contact Regime), Kündigung des NTBT (Nuclear Ban Test Treaty), Kündigung des Open - Skies – Abkommen (siehe Gegenstandpunkt 3 - 21).
In der Ukraine wurde ebenso wie in Georgien seit 2006 die Armee durch die NATO trainiert und ausgerüstet (siehe „Was wurde aus der Oktoberrevolution“ von Harald Neuner).
Unter Biden nahm die Aggression gegen Russland noch einmal an Fahrt auf. Biden bezeichnete Putin als „killer“, weiters teilt er mit, dass es zu einem echten Schießkrieg kommen könne: „Biden said, he believes it is growing more likely the United States could end up in a real shooting war (…).“ (Gegenstandpunkt 3 – 21).
Das Begehren der Ukraine um Aufnahme in die NATO ist natürlich im Interesse der USA, ihre Vormachtstellung weiter ausweiten - vermutlich auch, um Russland die Möglichkeit eines atomaren Zweitschlags verunmöglichen zu können. So blutet nun das Volk in der Ukraine für eine mögliche NATO – Erweiterung. Auf jeden Fall hat der Krieg den Zweck erreicht, Russland enormen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Vielleicht kann ja Russland destabilisiert und endlich zu einer simplen Regionlalmacht herabgestuft werden?!

Pastyrik Gerda

Deeskalation ist das Gebot der Stunde

  • Samstag, 19. Mrz 2022 @ 21:42
Frieden Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen verschärft sich. Die aktuellen Ereignisse sind besorgniserregend. Die Gefahr einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und den NATO-Staaten ist eine weltweite Bedrohung. Denn niemand weiß, ob am Ende ein Friedensschluss zwischen Ukraine und Russland steht oder ein Atomkrieg, der die ganze Welt in Schutt und Asche legt. Es bleibt nur zu hoffen, dass auf allen Seiten die Vernunft siegt. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.

Eins zwei drei. Heuchelei

  • Montag, 7. Mrz 2022 @ 16:49
Standpunkte 1.) Der internationale Frauentag wird bekanntlich am 8. März begangen. Deshalb hört und liest man derzeit in den Medien und von PolitikerInnen viel über Frauenengagement. Sogar das Heft "Innsbruck informiert" gibt dem Frauenthema großen Raum. Das reicht von der Ausstellung namens "Göttinnen" über Frauenfokus an Hochschulen und Geschlechterforschung usw. Soweit, so löblich. Aber warum wird der Fokus nur paar Tage auf die Frauenproblematik gelegt und nicht das ganze Jahr über? Der equal pay day macht uns auf die zynische Tatsache aufmerksam, dass Frauen heuer mindestens 6 Wochen kostenlos arbeiten. Warum wird nicht an dieser Schraube gedreht, sodass Mann und Frau gleich verdienen? Hey Boss, ich will mehr Geld! Hey Mann, ich will mehr Solidarität! Warum wird immer noch Haus- Pflegearbeit und Kindererziehung null entlohnt, von Frauenaltersarmut ganz zu schweigen? Wir leben in einer supertechnisierten Welt, der Mensch fliegt zum Mond und sonstwohin. Aber eine vernünftig austarierte Geschlechtergerechtigkeit gibts immer noch nicht. Das ist dem Finanzminister völlig wurscht. Der schaut, dass die Knete der Kapitalisten nicht angerührt wird. Thats all. Und die Weiber in den Ministerien sind auch nicht besser. Lieber in den Knast wandern wegen pekuniären Frechheiten als ihren Geschlechtsgenossinnen das Leben erleichtern in Form von Gesetzen, die greifen.
Warum gibt es noch keine gratis Selbstverteidigungskurse für alle Mädchen an Schulen, damit sie stark wie Amazonen werden?
Nur für ein paar Tage im Jahr bekommt 52% der Gesellschaft die Aufmerksamkeit, die sie 365 Tage verdienen. Zu wünschen wäre, dass die Missstände der Frauenungleichbehandlungen ein für alle mal beendet werden, am besten heute noch!
Heuchelei noch nicht vorbei.
2.) Leider schaut es bei der jetzigen Handhabung von Flüchtlingsaufnahmen nicht anders aus. Aktuell in der schrecklichen Kriegssituation sind Flüchtlinge plötzlich in Österreich willkommen. Wohlgemerkt nur aus der Ukraine. Die anderen, erbärmlichen Flüchtlingslager sind nicht einmal mehr der Rede wert. Diese Menschen werden entweder zurück geschoben, vergessen, oder, wenn sie Pech haben, kommen sie in den Mittelmeerfluten um.
Dass man bei Flüchtlingen mit zweierlei Maß misst, ist einfach nur unerträglich. Auf der Flucht sein, aus welchen Gründen auch immer, ist unmenschlich genug. Wo ist die Logik? Die gibts nicht. Oder ist das auch nur Heuchelei?
3.) Last but not least: Menschen, die gehandicapt sind, dürfen bei den Paralympics nicht antreten, weil sie im falschen Land geboren sind, bzw den falschen Pass haben. Gleiches gilt für MusikerInnen, Ballettmenschen und sämtliche russische KünstlerInnen. Das sind plötzlich personae non gratae. Heuchelei!
Fehlt nur noch, dass Tschaikowski boykottiert und Tolstoi aus dem Regal geworfen wird...

F R I E D E N !

Sylvia Dürr

Die Waffen nieder!

  • Samstag, 26. Februar 2022 @ 16:35
Frieden Die Kritik des Westens am Vorgehen Putins in der Ukraine ist gerechtfertigt. Diese Militärintervention ist ein imperialistischer Krieg. Daran gibt es nichts zu beschönigen. Dafür gibt es keine Rechtfertigung.

Kuriositätenkabinett

  • Samstag, 19. Februar 2022 @ 17:04
Standpunkte Am 27. Februar wird in den Tiroler Gemeinden gewählt. Ortschaften werden von Wahlplakaten verziert, die mehr oder eher weniger schlau daher kommen. Das ist scheinbar unverrückbar im Denken der wahlwerbenden Gruppen und Parteien einzementiert, und Geld wird für diesen Unsinn nach wie vor locker gemacht.
Was alles so läuft vor den Wahlen ist teilweise kurios, wie zB Kandidaturen in Gemeinden ohne Frauen. Wahlplakate mit ausgekratzten Augen. Ausbau von Ferienparks und Skigebietserweiterungen mithilfe der Gemeinderäte. Welche pekuniären Interessen wohl dahinterstecken, ist wohl klar. Auch werden Wahldiskussionen abgelehnt. Wozu solle sich das Wahlvolk auch ein Bild machen? Hauptsache, Stimmabgabe. FPÖ schießt mal wieder den Vogel ab, indem sie leistbares Wohnen nur für Deutschsprachige fordert. Man sollte sich sehr wohl überlegen, ob man solche Vertreter der Kommunalpolitik, die das fordern und augenzwinkernd auf Frauen verzichten, wählen kann. Es kandidieren 498 Männer und 63 Frauen. Ganze 11, 2 %. Das ist einfach lächerlich wenig.
Fridays for future weist dringlich darauf hin, Gemeinden klimafit zu machen. Mal schauen, wie dies von den zukünftigen BürgermeisterInnen umgesetzt wird.
Leider wird immer noch viel zu wenig auf Bürgerbeteiligung gesetzt. Man stelle sich vor, dumme Wahlwerbung und ebensolche Parteilisten wären überflüssig und das Volk nähme seine Geschicke selbst in die Hand. Wundersame direkte Demokratie, die man auch Demarchie nennt. Bisher noch Utopie, aber lieber selbstbestimmt als fremdbestimmt!
Sylvia Dürr

Zurück auf Los

  • Mittwoch, 9. Februar 2022 @ 16:18
Verkehr u. Umwelt Flughafen- Monopoly

Nach Flughafensanierung in Millionenhöhe ist es wieder soweit: Flugzeuglärm und Abgase lassen vom Himmel grüßen, den Viren zum Trotz. Das war einmal. Aus Schaden wird man klug, könnte man meinen. Leider ist dies in Innsbruck nicht der Fall. Anstatt aus der Zwangsruhe, die uns die Viren mitsamt der Reiseverbote beschert haben, geht’s jetzt erneut zum Retourpunkt. Fehlt noch, dass dem Flugverkehr, wie den AKWs, die Auszeichnung „umweltfreundlich“ zuerkannt wird. Die Leute am Ruder, die ihren profitablen Nutzen daraus ziehen, sind leider immer noch die Falschen. Eine Handvoll Kapitalisten, Sportflieger mit den Taschen voller Geld und hörige Stadtpolitikerinnen. Ein normaler Mensch mit normalem Hausverstand, normaler Gesundheit und normalem Gehör muss sich tagtäglich fragen, warum er sich dieser unnormalen Situation aussetzen muss, nur, damit der Tourist schnell in Tirol die schneearmen, lawinenträchtigen Hänge runterwedeln, der Business Mensch in wenigen Minuten nach Wien und Frankfurt düsen und der Sportflieger fröhlich seine Runden drehen kann. Ehrlich, ist es das wert, die Gesundheit der geplagten AnwohnerInnen wegen eines solchen anachronistischen Unsinns aufs Spiel zu setzen? Von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. Die gibts scheinbar in Innsbruck nicht. Da wird agiert wie annodazumal, als das Klima noch ein normales Klima war. Vielleicht sollte man den StadtpolitikerInnen eine Brille verpassen gegen Kurzsichtigkeit. Gegen Dummheit ist leider noch kein Kraut gewachsen.

Sylvia Dürr

Zwei Seiten aus der Tiroler Tageszeitung vom 10.1.2022

  • Dienstag, 11. Januar 2022 @ 15:30
Pressespiegel Abgesehen von der zweijährigen ewigen Corona Leier, den Mutanten, staatlichen Kontrollverschärfungen und unlogischen Maßnahmen, scheint es, dass das neue Jahr 2022 gerade so unerfreulich beginnt, wie es geendet hat.
News, die deprimieren:
Man liest, dass der Güterverkehr auf Schienen abgenommen hat wegen zu hoher Kosten und zuwenig Profit. Das Übliche eben. Man reibt sich trotzdem nicht nur am Friday die Augen. Wie ist das möglich trotz der Erkenntnis über zunehmende Umweltdesaster, nicht nur in future, sondern schon gestern und heute. Sorry, aber was treiben die Grünen den lieben langen Tag in der Regierung außer in der Nase bohren, Macht genießen und Kohle scheffeln? Alles nur Blabla bisher.
Weiters wird uns in der famosen Tiroler Zeitung mitgeteilt, dass irgendwelche irrsinnigen europäischen PolitikerInnen die AKWs als nachhaltig betrachten und deshalb als grüne Energiequelle einstufen. Hä? Gehts noch? Tschernobyl und Fukushima lassen grüßen. Den radioaktiven Abfall, - selbstverständlich gegen Steuernachlass-, könnten Bezos und Co auf einer ihrer Weltall- Spritztouren entsorgen. Why not? Das ist ja zum Glück groß genug und kann den menschenproduzierten Müll locker aufnehmen.
Den ganzen Nachrichten setzt aber diese die traurige Krone auf: ein totes Kind wurde an der Küste von Naxos angespült. Eines von unendlich vielen... Mehr als ein Symbol für die unmenschliche Härte (nicht nur) unserer Regierung. Schlimmer gehts nimmer? Mal schauen. Das Jahr hat ja erst begonnen..
Sylvia Dürr

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