"Aus Wohnraum wird Betrugsraum" - KPÖ fordert Stopp des Airbnb-Modells


"Aus Wohnraum wird Betrugsraum" - KPÖ fordert Stopp des Airbnb-Modells
Pressestelle - Tirol
18. November 2025
Anlässlich des jüngst bekannt gewordenen Betrugsfalls in Innsbruck, bei dem ein Unbekannter als angeblicher Makler auftrat und Wohnungssuchende um einen fünfstelligen Eurobetrag brachte, warnen wir erneut vor den Gefahren der unregulierten Plattformwirtschaft für den Wohnungsmarkt.
"Solche kriminellen Vorfälle sind die direkte Folge einer Politik, die es zulässt, dass Wohnraum zum Betrugsraum wird", so KPÖ-Klubobfrau Pia Tomedi: "Während tausende Menschen in Innsbruck verzweifelt nach einer bezahlbaren Wohnung suchen, werden ganze Unterkünfte zu Ferienwohnungen umfunktioniert. Diese Verknappung treibt Menschen in die Verzweiflung und macht sie anfällig für Betrugsmaschen."
Tomedi weist darauf hin, dass der Betrüger die Wohnung selbst nur über Airbnb angemietet hatte, um seine Absicht zu verschleiern - ein weiterer Beleg für die problematische Struktur des Airbnb-Modells.
Bereits im Juni 2025 haben wir deshalb im Innsbrucker Gemeinderat ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Regulierung von Airbnb & Co. vorgestellt. Darunter die Einführung einer Registrierungpflicht samt Beschilderung für alle Anbieter von Kurzzeitvermietungen. Ein Vorschlag, dem die Stadtregierung aus Anzengruber, Grünen und SPÖ bisher nicht gefolgt ist.
Für uns ist das eine völlig unverständliche Blockadehaltung. "Es ist höchst an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Stadt und Land die Ernsthaftigkeit der Lage erkennen", warnt Tomedi: "Während einerseits Wohnraum verloren geht, entsteht andererseits eine neue Form der Kriminalität."