Bausperre nutzen - nicht noch mehr Hotels!

Pressestelle - Tirol

9. Februar 2026

Dem geplanten Hotel- und Wohnprojekt am Cineplexx-Areal erteilen wir eine Absage und fordern stattdessen, für Nachverhandlungen eine Bausperre zu nutzen. Statt renditeorientierter Projekte wünschen wir uns leistbaren, sozial durchmischten Wohnraum als echten Mehrwert für die Bevölkerung. Der Vorschlag des Senioren-Wohnens halten wir für eine Scheinlösung.

Anlässlich der aktuellen Pläne zum Abriss des Cineplexx-Areals am Innsbrucker Südring und dem geplanten Neubau eine Hotel- und Wohnkomplexes äußert sich Pia Tomedi, KPÖ-Gemeinderätin: "Über dem Grundstück wurde eine Bausperre erlassen. Diese ist ein wichtiges Verhandlungsinstrument der Stadtregierung. Jetzt muss dieses Instrument genutzt werden, um im Sinne der Bevölkerung nachzuverhandeln. Was wir brauchen sind keine weiteren Hotels oder hochpreisigen Spar-Anlagen. Sondern leistbare und sozial durchmischte Räume für alle Generationen."

Tomedi weist dabei auf einen Widerspruch in den Eigentümer-Plänen hin: "Der Vorschlag, frei finanzierte Wohnungen für ältere Menschen zu bauen, geht völlig am Bedarf vorbei. Wer einen Blick auf die Armutsstatistiken bei Senioren wirft, weiß: Viele Ältere können sich solche Wohnungen nicht leisten. Das ist eine Scheinlösung, die soziale Probleme verschärft.“

Die Stadt hat jetzt die Chance und die Pflicht, aus den Erfahrungen vergangener Projekte wie „Amras Next“ zu lernen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass an zentraler, verkehrsgünstiger Lage wieder vorrangig renditeorientierte Projekte entstehen, während der soziale Mehrwert auf der Strecke bleibt. Das Kino war eine Kultureinrichtung. Was folgt, muss mindestens ebenso wertvoll für die Gemeinschaft sein – und das bedeutet vor allem: bezahlbarer Wohnraum und soziale Infrastruktur.“

Tomedi appelliert an die Stadtregierung, Bausperren konsequent als Hebel einzusetzen: „Ich hoffe auf ein besseres, gerechteres Ergebnis als bei Amras Next – eines, das den Namen ,Mehrwert für die Bevölkerung‘ wirklich verdient.“

KPÖ: Bausperre nutzen – leistbarer Wohnraum statt Hotels | KPÖ Tirol