Drei starke Frauen rufen Bürgermeister zum „Runden Tisch“ - IIG-Kundenzufriedenheit muss oberstes Ziel werden

Pressestelle - Tirol

16. Februar 2026

Aufgrund sich zuspitzender Zustände in der Hausverwaltung der Immobilien Innsbruck GmbH (IIG) gegenüber ihren Mietern laden wir zu einem Runden Tisch ein. Gemeinderätin Pia Tomedi fordert einen sofortigen Termin mit IIG-Geschäftsführer Franz Danler und Bürgermeister Johannes Anzengruber als Eigentümervertreter. Wir spielen zudem mit dem Gedanken einer Mietergewerkschaft.

„Die Mieter der IIG sind keine Bittsteller. Sie zahlen monatlich ihre Miete und Betriebskosten, doch bei Reparaturen und Service bleibt die IIG säumig. Das kann so nicht weitergehen“, sagt Pia Tomedi. Bereits 2024 sind bei einer Zufriedenheitsumfrage im Olympischen Dorf viele Missstände ans Licht gekommen. Über 30 Verbesserungsvorschläge wurden an die IIG übergeben – umgesetzt wurde bisher nichts. Gemeinderätin Tomedi hat drei starke Frauen um sich versammelt, wie sie sagt: Renate Höller, Corinna Reindl und Andrea Bebber stehen stellvertretend für viele, die sich von der IIG im Stich gelassen fühlen. 

Aktuelle Vorfälle belegen systematische Probleme

In der Gutenbergstraße im Saggen blieben Mieter im Januar 2026 nach einem Aufzugsausfall fünf Tage lang ohne Lift. Doch ist dies nur die Spitze des Eisbergs. Die Mieter berichten von entfernten Hoftoren, Schimmel in Kinderzimmern und Betriebskosten, die trotz hauseigener PV-Anlagen explodieren – auch aufgrund von fragwürdigen Umlagen und Fehlabrechnungen.

In der Reichenauerstraße wartet eine Mieterin auf einen funktionierenden Herdanschluss und seit über drei Monaten auf einen Rauchmelder. Schäden an der Decke werden zwischen IIG und Eigentümerin hin- und hergeschoben, eine Grundreinigung bei Einzug unterblieb. 

„Diese Vorfälle sind symptomatisch für einen Umgang, der Mieter nicht respektiert“, so Tomedi. „Antworten gibt es oft nur auf Druck von außen.“

KPÖ will IIG-Mieter organisieren

Als großes Unternehmen der öffentlichen Hand muss die IIG hier eine Vorbildrolle einnehmen, finden wir. Daher fordern wir gemeinsam mit den Mietern:

  • Einen sofortigen Runden Tisch mit Geschäftsführer Danler und Bürgermeister Anzengruber.
  • Die Erklärung der Kundenzufriedenheit zum obersten Unternehmensziel.
  • Einen konsequenten Richtungswechsel in der Mieterbetreuung.

„Die Mieter der IIG verdienen einen verlässlichen Partner. Bleibt dieser Ruf ungehört, wird der nach einer starken Mietergewerkschaft immer lauter“, schließt Tomedi.