„Fahrerlose Busse sind eine Herausforderung – wir brauchen einen Plan für die Menschen“


„Fahrerlose Busse sind eine Herausforderung – wir brauchen einen Plan für die Menschen“
Pressestelle - Tirol
17. April 2026
Zum Start des Projekts „ROBERTA“ mit der Modellregion Innsbruck vermissen wir eine Stellungnahme des Ministers, was mit den betroffenen Lenkerinnen und Lenkern passiert. Von Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, Umschulungen sowie einem verbindlichen Sozialplan haben wir nichts vernommen. Wer Automatisierung mit Steuergeld fördert, muss auch dafür sorgen, dass niemand auf der Strecke bleibt.
Pia Tomedi, Innsbrucker Gemeinderätin und Landessprecherin der KPÖ Tirol hält zum geplanten Modellprojekt “ROBERTA” fest: „Die Automatisierung des öffentlichen Verkehrs wird kommen – das ist realistisch. Aber die Art, wie sie jetzt umgesetzt wird, ignoriert die soziale Frage: Was passiert mit den Menschen, die heute die Busse lenken? Mobilitätsminister Hanke (SPÖ) spricht von Technologie und Förderungen, aber er sagt kein Wort darüber, wie er mit den Arbeitsplätzen umgehen will, die nun verloren gehen.”
Forderung nach “Sozialer Automatisierung”
Mögliche Alternativen und Lösungsansätze sehen wir in einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, um die Gewinne der Automatisierung in mehr Freizeit für alle umzuwandeln statt in Arbeitslosigkeit. Weiters in einer Umschulung der Fahrerinnen und Fahrer auf neue Tätigkeiten bei voller Bezahlung während der Qualifizierung sowie in einem verbindlichen Sozialplan, der bereits vor der Bewilligung von öffentlichen Fördermillionen feststehen muss und null Kündigungen garantiert.
„Die Technologie ist nicht das Problem. Aber sie ist auch keine Naturgewalt”, sagt Tomedi. „Wir können entscheiden, wie wir die Technologie nutzen. Wenn der Staat Automatisierung mit Steuergeld fördert, dann muss er auch dafür sorgen, dass niemand auf der Strecke bleibt.“