Koalition inszeniert Scheinverfahren – Kubus-Entscheidung längst gefallen


Koalition inszeniert Scheinverfahren – Kubus-Entscheidung längst gefallen
Pressestelle - Tirol
23. Februar 2026
Die gestrige Presseaussendung von Bürgermeister Johannes Anzengruber, Vizebürgermeister Georg Willi (Grüne) und Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr (SPÖ) zum weiteren Vorgehen beim „Kubus“ ist für uns ein durchsichtiger Versuch, ein undurchsichtiges Verfahren nachträglich zu legitimieren.
„Plötzlich ist von vier Interessenten die Rede“, sagt KPÖ-Klubobfrau Pia Tomedi. „Jetzt werden offenbar längst vorhandene Bewerbungen aus dem Jahr 2024 reaktiviert, um den Anschein eines fairen Auswahlverfahrens zu erwecken. Das ist nichts anderes als eine Inszenierung.“
Besonders brisant: Die Koalition betont unisono ihr „verantwortungsvolles Vorgehen“ – doch genau diese Einmütigkeit wirft Fragen auf. „Dass sich Grüne und SPÖ öffentlich hinter Anzengrubers Kurs stellen, ist bezeichnend“, so Tomedi. „Sie lassen sich als Feigenblatt für eine Entscheidung einspannen, die längst gefallen zu sein scheint. Die Frage bleibt: Warum lassen sich Willi und Mayr auf diese Weise vorführen?“
Wir kritisieren auch die geplante Sanierung um knapp eine halbe Million Euro, die erst nach Vergabe an den künftigen Betreiber starten soll. „Hier wird mit Steuergeld eine Investition getätigt, noch bevor klar ist, welches Konzept den Zuschlag erhält. Das ist der umgekehrte Weg“, sagt Tomedi. „Eigentlich müsste die Stadt Sanierung und Nutzung gemeinsam denken – doch nun wird saniert, um dann den Wunschbetrieb des Bürgermeisters anzusiedeln.“
Für uns ist der Fall klar: „Hier wird kein transparentes Verfahren abgewickelt, sondern ein längst geschlossener Deal nachträglich schöngeredet. Die Koalitionspartner spielen dabei die Rolle der Statisten – auf Kosten der Kulturszene und der Steuerzahler.“
Die KPÖ wird das Thema im Gemeinderat aufrollen und fordert die Offenlegung aller vier Konzepte sowie der Bewertungsmatrix.