KPÖ sieht "faulen Kompromiss": Stadtregierung schenkt Investoren Vorrang vor Menschen
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KPÖ sieht "faulen Kompromiss": Stadtregierung schenkt Investoren Vorrang vor Menschen
Pressestelle - Tirol
16. Januar 2026
Die gestern präsentierte Einigung für den geplanten "Wohnpark Amras next" kritisieren wir scharf. Klubobfrau Pia Tomedi spricht von einem "faulen Kompromiss auf Kosten der Bevölkerung", der vor allem den Profitinteressen der Immobilienkonzerne dienen.
"Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ein Fünftel geförderter Wohnungen ist ein Witz, wo die Stadt mit der Vorbehaltsfläche die Hälfte hätte herausholen können", so Tomedi. Sie kritisiert, dass die geförderten Mietwohnungen gezielt an den lauten Südring verbannt werden, während ein Teil der Eigentumswohnungen ohne Hauptwohnsitzpflicht von vornherein als Spekulationsobjekte angelegt seien. "Die Stadt nimmt diese soziale Spaltung und die astronomischen Preise, die hier entstehen werden, billigend in Kauf."
Weitere Kritikpunkte sind die verkehrstechnischen Folgen. Die Tiefgarageneinfahrt in die Gerhart-Hauptmann-Straße werde die Situation im ohnehin belasteten Viertel weiter verschärfen. Die Anliegen der Anrainerinitiative "Lebenswertes Amras", die jahrelang für eine maßvolle Bebauung kämpfte, seien damit komplett ignoriert worden.
Für uns ist das Projekt ein Sinnbild für verfehlte Stadtpolitik. "Statt bezahlbaren Wohnraum und Lebensqualität durchzusetzen, kapituliert die Stadt vor den Drohkulissen der Investoren", bilanziert Tomedi. Wir fordern eine Kehrtwende: Mindestens 50% geförderten Wohnraum, eine Hauptwohnsitzpflicht für alle Einheiten und einen sofortigen Stopp der verkehrspolitisch fatalen Tiefgaragenplanung. "Dies ist kein Zukunftsmodell, sondern ein Rückschritt", so das eindeutige Fazit.