KPÖ tritt zur Landtagswahl 2027 an – Pia Tomedi als Spitzenkandidatin

Pressestelle - Tirol

28. Mai 2026

Gut eineinhalb Jahre vor der Tiroler Landtagswahl 2027 haben wir am Landhausplatz in einer Pressekonferenz offiziell unseren Antritt verkündet. Zur Spitzenkandidatin wurde Pia Tomedi, Klubobfrau der KPÖ Innsbruck, gewählt. „Wir wollen eine echte Alternative am Stimmzettel sein, die sich für Wohnen und Soziales einsetzt“, so Tomedi. Wir wollen jene 35 Prozent Nichtwähler zurück in den demokratischen Prozess holen, die sich längst von der etablierten Politik abgewandt haben. „Egal, wen die Menschen wählen – am Ende regiert doch immer die ÖVP mit wechselnden Juniorpartnern. Seit über 80 Jahren stellt die ÖVP den Landeshauptmann. Das ist keine Demokratie, das ist eine Regentschaft“, kritisiert Tomedi.


Wohnungskrise seit 1945 – und die ÖVP regiert
Bewusst haben wir den 26. Mai für unsere Pressekonferenz am Landhausplatz gewählt. Denn an diesem Tag vor genau 81 Jahren, am 26. Mai 1945, veröffentlichte die provisorische Tiroler Landesregierung einen Lagebericht, der die Wohnungsnot als „schwierigstes Problem der nächsten Jahre“ bezeichnete. „Was damals für Innsbruck galt, ist heute in ganz Tirol Realität“, sagt die frisch gewählte Spitzenkandidatin vor den anwesenden Medienvertretern. „Familien geben fast die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen aus. Das ist das Ergebnis jahrelanger ÖVP-Politik, die der Immobilienbranche den roten Teppich ausgerollt hat“, so Tomedi.


Drei zentrale Forderungen
Tomedi forderte in ihrer Antrittsrede „Wohnen statt Spekulationen“ – Es braucht eine strenge Raumordnung, die Luxusbauten für Investoren einen Riegel vorschiebt. Weiters muss die TIWAG weg vom Aktienmarkt: Die Landesregierung soll das Unternehmen von einer profitorientierten Aktiengesellschaft in ein gemeinnütziges umwandeln, damit Strom für alle leistbar wird. Als dritten Punkt verlangte die Spitzenkandidatin eine Kürzung der Politikergehälter auf eine Obergrenze von 2.500 Euro, die Höhe eines durchschnittlichen Facharbeiterlohns. „Wenn der Landeshauptmann 200.000 Euro brutto im Jahr verdient, kennt er die Realität der Menschen nicht“, so Tomedi. Wir leben diesen Verzicht selbst vor – seit unserem Einzug in den Innsbrucker Gemeinderat vor 2 Jahren sind 30.347 Euro von den KPÖ-Politikerbezügen an Menschen in Not weitergegeben worden. 


Weg zur Wahl: Unterschriften in allen Bezirken
Da wir noch nicht im Tiroler Landtag vertreten sind, müssen wir für den Antritt landesweit Unterschriften sammeln. „Wir sind in allen Bezirken unterwegs und hören dort, wo der Schuh drückt. Daraus machen wir unser Programm“, so Tomedi abschließend. „Am Ende entscheiden die Tiroler, ob sie uns das Vertrauen geben.“