KPÖ zum „Instrument“ Vorbehaltsflächen: Die Regierung spielt einsame Geige

Pressestelle - Tirol

16. März 2026

Die Ankündigung der Stadtkoalition zu den Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau kommentiert Gemeinderätin Pia Tomedi (KPÖ) als mediengerecht inszeniert, aber inhaltlich dünn. Mit dem Instrument der Vorbehaltsflächen nutzt die Regierung eine einsame Geige.

„Die Koalition spricht gerne vom Instrument der Vorbehaltsflächen und inszeniert das als großen Wurf. In Wahrheit spielt sie aber einsame Geige: Ein einzelnes Instrument, das gegen den Lärm von Spekulation, Leerstand und Kurzzeitvermietung kaum ankommt. Jahrzehntelang konnten Eigentümer unbebautes Bauland in unserer Stadt brach liegen lassen, während Familien verzweifelt nach Wohnungen gesucht haben. Jetzt so zu tun, als wäre das ein Meilenstein, ist schlichtweg zynisch“, so Tomedi.

Was ist mit den anderen Flächen?  

„Die große Frage, die heute unbeantwortet bleibt, ist: Was passiert mit den anderen 50 Prozent? Wird dort weiterhin Bauland gehortet? Dürfen Eigentümer weiter auf steigende Preise spekulieren, während die Stadt tatenlos zusieht? Die Regierung spielt einsame Geige, aber sie vergisst, dass sie eigentlich den Taktstock in der Hand hätte – wenn sie ihn denn nutzen würde“, kritisiert Tomedi.

Leerstandsabgabe und Kurzzeitvermietung bleiben Dauerbaustellen  

Für Tomedi ist klar, dass die Ankündigung von Vorbehaltsflächen allein nicht ausreicht, um die Wohnungsnot in Innsbruck zu lindern. „Wenn die Regierung wirklich ein ganzes Orchester gegen die Wohnungsnot aufbieten wollte, dann müsste sie auch andere Instrumente spielen: eine effiziente und scharf gestellte Leerstandsabgabe etwa oder endlich eine Taskforce gegen Kurzzeitvermietung. Die Ämter brauchen die nötigen Ressourcen, um effektiv arbeiten zu können“, so Tomedi.