Studiengebühren: „Hagele macht Politik für die Reichsten – Arbeiterkinder zahlen drauf“


Studiengebühren: „Hagele macht Politik für die Reichsten – Arbeiterkinder zahlen drauf“
Pressestelle - Tirol
10. Juni 2026
Wir kritisieren den Vorschlag von Bildungslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP), auch an öffentlichen Universitäten „moderate und freiwillige Studiengebühren“ nach Fachhochschul-Vorbild einzuführen. Die Innsbrucker Wohnkosten plus Studienbeiträge würden Bildung für Arbeiterkinder unbezahlbar machen.
„Am Beispiel eines Studiums in Innsbruck sieht man wieder einmal perfekt, wofür die ÖVP steht: Politik für die Reichsten. Die Wohnkosten in der Landeshauptstadt sind längst horrend – jetzt sollen zusätzlich noch Studiengebühren draufkommen. Das ist der endgültige Sargnagel für die Aufstiegschancen von Arbeiterkindern“, sagt KPÖ-Landessprecherin Pia Tomedi.
Hagele argumentiert mit sozialer Staffelung, Stipendien und Rückerstattungen.(1) Für Tomedi ein Argument fernab der Realität der Ärmsten: „Aus unseren Sozialsprechstunden wissen wir: Selbst 360 Euro pro Semester sind für viele Familien eine unüberwindbare Hürde. Anträge auf Befreiung bedeuten zusätzliche Bürokratie, Scham und Unsicherheit. Die Realität ist: Wer kein finanzielles Polster hat, studiert erst gar nicht. Genau das ist das Problem.“
Von Freiwilligkeit keine Rede
Besonders perfide ist Hageles Rede von der „Freiwilligkeit“ für die Universitäten: „Keine Uni wird unter Budgetdruck Nein sagen können. Das ist keine Freiwilligkeit, sondern eine versteckte Zwangsabgabe für Studierende – verpackt als angebliche Autonomie“, ist sich Tomedi sicher. „Wer Chancengerechtigkeit will, darf Bildung nicht bepreisen”, so die Kommunistin. „Hageles Vorschlag ist eine Kampfansage an alle, die sich ein Studium - schon jetzt - kaum leisten können.“
Quellenverweis:
- ORF Tirol: Bildungslandesrätin für Studiengebühren; online: https://tirol.orf.at/stories/3357599/; (Abrufdatum: 08.06.2026).