Zero points go to: Innsbruck - KPÖ kritisiert Innsbrucks Songcontest Bewerbung

Pressestelle - Tirol

20. Mai 2025

Geht es nach Bürgermeister Johannes Anzengruber, soll die Tiroler Landeshauptstadt Austragungsort des Eurovision Song Contest 2026 werden. Wir kritisieren das als falsche Prioritätensetzung. Die Innsbrucker brauchen eine Lösung der Wohnungskrise, nicht die nächste Touristenattraktion.

Wir sehen in der Songcontest-Bewerbung nur ein weiteres Prestigeprojekt für die Stadtregierung, während sie sich weiter nicht um die andauernde Wohnungsnot in Innsbruck kümmert: "Wenn es um ein teures Prestigeprojekt geht, legt der Bürgermeister Nachtschichten ein. Bei den Problemen der Innsbrucker Bevölkerung, wie der extremen Wohnungsnot, ist er im Dauer-Winterschlaf", kritisiert Pia Tomedi, Klubobfrau der KPÖ Innsbruck.

Zudem seien die positiven Impulse des ESC für die Stadt umstritten. Tourismusforscher Jörg Stettler von der Hochschule Luzern, der den vergangenen Songcontest untersucht hat, bezeichnete die wirtschaftliche Stimulation dieser Art von Veranstaltung als "nur vorübergehend".

"Statt dem nächsten Großevent für zehntausende Touristen, sollte sich der Bürgermeister zur Abwechslung um die Menschen kümmern, die tatsächlich in Innsbruck leben. Die können sich ihre Wohnung nicht mehr leisten. Dagegen hilft auch kein Songcontest", hinterfragt Tomedi die Prioritäten der Stadtregierung.

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